Theoretisch dürfen Supermärkte abgelaufene (MHD) Lebensmittel noch verkaufen, wie Anwalt Martin Kieffer, Experte für Lebensmittelrecht, in einem Gastbeitrag für die "Lebensmittel-Zeitung" erklärt. Es gilt aber eine erhöhte Sorgfallspflicht, die Lebensmittel müssen unbedenklich und "sicher" sein und der Kunde muss deutlich auf den Ablauf des MHD hingewiesen werden. Laut EU-Recht geht nach Ablauf des MHD die Haftung auf den Herausgeber (z.B. ein Supermarkt oder auch die Tafeln) über. Deshalb werden abgelaufene Lebensmittel in der Regel nicht verkauft und gespendet, sondern landen im Müll. Dabei gibt ein Mindesthaltbarkeitsdatum nicht das Verfallsdatum an, die meisten Produkte sind deutlich länger essbar. 

"Es ist erfreulich zu sehen, dass immer mehr Supermärkte dieses Konzept ausprobieren", lautet das Fazit von "Utopia". So verschenkt auch ein Hieber-Markt in Baden-Württemberg abgelaufene Lebensmittel. Und mit Sirplus gibt es in Berlin einen kompletten Supermarkt für ausrangierte Lebensmittel.

Youtube-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Youtube angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.