Influencer :
Riesenandrang bei Shop-Eröffnung von Chiara Ferragni

Influencerin Chiara Ferragni erlebt bei der Eröffnung ihres Mailänder Flagship-Stores einen Massenansturm. Außerdem zieht sie eine weitere exklusive Kooperation an Land.

Text: Manuela Pauker

In der Via Vincenzo Capelli 5 war der Teufel los: Die Massen drängten sich in der Mailänder Straße, ein Durchkommen war nicht mehr möglich. Der Grund für den Ansturm: Super-Influencerin Chiara Ferragni eröffnete dort am 23. September offiziell ihren Flagship-Store. Ein Laden voller Ferragni-gebrandeter Produkte, von der Handyhülle über die Luftmatratze bis hin zu High Heels. Alles relativ hochpreisig.

Vermutlich waren viele Menschen auch weniger zum Einkaufen erschienen, sondern weil sie die Ladenbesitzerin sehen wollten – Ferragni, deren Hauptwohnsitz mittlerweile Los Angeles ist, war nämlich zum Grand Opening höchstpersönlich angereist. Der Massenauflauf zeigt, dass die Social-Media-Ikone den Schritt zur Marke vollzogen hat. Sie hält den Kopf fast nur noch für andere Unternehmen hin, wenn es um Kooperationen geht, bei denen ihr eigener Name im Vordergrund steht.

Ferragnis jüngste Kollaboration: Für die Wassermarke Evian designte die Italienerin soeben eine limitierte Flaschen-Edition – eine Aufgabe, die vor ihr schon bekannte Modeschöpfer wie Christian Lacroix, Paul Smith, Jean Paul Gaultier, Issey Miyake und Kenzo übernahmen. Ferragni hat die Flaschen natürlich mit ihrem Markenzeichen  gestaltet: dem Auge, das auch die meisten ihrer anderen Produkte ziert. Ergänzend kommen noch ein Stern, ein Wassertropfen und ein Herz, durch das statt des klassischen Pfeils eine Flasche geht, dazu. Diese Exklusivität hat ihren Preis: Das 0,33-Liter Fläschchen ist beispielsweise bei dem Pariser Trend-Shop Colette für vier Euro zu haben.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde