Auch die Sektoren Technologie (48,9 Mrd. USD) und Telekommunikation (41,9 Mrd. USD) erzielen sehr gute Werte. Unter den Top 50 Deutschlands finden sich Marken aus 19 Kategorien. Die wertvollsten deutschen Marken werden mittels einer Kombination aus Finanzkennzahlen und der Befragung von deutschen Konsumenten analysiert.

Die zehn wertvollsten deutschen Marken im Überblick

Die zehn wertvollsten deutschen Marken im Überblick

"Brand Purpose" ist bei deutschen Marken besonders ausgeprägt

Viele der wertvollsten deutschen Marken würden über ein exzellentes Gespür für die konkreten Verbraucheranforderungen verfügen, heißt es in der Studie weiter. Weil die Marken den Bedarf auf Konsumentenseite nicht nur kennen, sondern auch erfüllen, werden sie für diese Menschen bedeutsam und bauen stabile Beziehungen zu ihnen auf.

Mit einem Durchschnittswert von 115 (der globale Durchschnitt liegt bei 100) punkten die deutschen Top-Marken daher auch mit ihrem "Brand Purpose" – im internationalen Vergleich weisen nur die 50 wertvollsten Marken aus den USA hier bessere Werte auf.

Im Zeitalter der Disruption liegt der Fokus auch auf der Innovationskraft von Unternehmen und Marken. Aus Verbraucherperspektive haben deutsche Marken hier durchaus Nachholbedarf, denn sie werden von Konsumenten als vergleichsweise wenig innovativ wahrgenommen.

Allerdings gibt es Beispiele für innovative Ansätze: So unternimmt die diesjährige Nummer eins SAP der Analyse zufolge aktiv Schritte, um eine Innovationskultur im gesamten Unternehmen zu verankern. Und Adidas – die Marke, die im weltweiten BrandZ Top 100-Ranking das stärkste Wachstum des Markenwerts verzeichnete – hat im mittelfränkischen Ansbach erst kürzlich eine Speedfactory eröffnet, in der Sportschuhe dank innovativer Herstellungsmethoden wie Robotik und 3-D-Druckverfahren produziert werden.

Die komplette Studie gibt es hier via App zum Download.


Autor:

Daniela Strasser, W&V
Daniela Strasser

Redakteurin bei W&V. Interessiert sich für alles, was mit Marken, Agenturen, Kreation und deren Entwicklung zu tun hat. Außerdem schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Neuerdings sorgt sie auch für Audioformate: In ihrem W&V-Podcast "Markenmenschen" spricht sie mit Marketingchefs und Media-Verantwortlichen über deren Karrieren.