Schäuble macht ernst - Sixt macht Spaß

Euro-Rettungsschirm: Die Anzeige "Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen!" brachte dem Autovermieter im vergangenen Jahr viel Ärger. In seinem jüngsten Werbemotiv macht der Autovermieter nun den Euro-Rettungsschirm zum Thema.

Text: Markus Weber

05. Apr. 2012

Die Anzeige "Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen!" brachte Sixt im vergangenen Jahr viel Ärger. In seinem neuesten Werbemotiv, auf dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu sehen ist, macht der Autovermieter nun den Euro-Rettungsschirm zum Thema. Darin heißt es: 800 Milliarden für Europa (Schäuble macht ernst), und dem gegenübergestellt "Das wird ein super Sommer! (Sixt macht Spaß)". Verbunden mit dem Hinweis auf günstige Cabrios von Griechenland bis Portugal.

Das aktuelle Sixt-Motiv kommt von der Hamburger Agentur des Ex-Jung-von-Matt-Kreativchefs Oliver Voss, der zuletzt ebenso wie sein früherer Arbeitgeber und die beiden Münchner Agenturen FJR und 19:13 immer wieder mit neuen Arbeiten für den Pullacher Autovermieter überrascht.

Nach der "Drachmen"-Anzeige vom vergangenen Sommer und den darauffolgenden harschen Protesten aus Griechenland, hatte Unternehmenschef Erich Sixt im "Spiegel" angekündigt, sich künftig nicht mehr in die große Politik einmischen zu wollen. Manche Vorsätze währen bekanntlich nur kurz.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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