Schlecker-Kinder sprechen über Ursachen der Firmenpleite

Meike und Lars Schlecker, die Kinder Anton Schleckers, des Gründers der gleichnamigen, inzwischen insolventen Drogeriemarktkette, haben sich am Freitag (22.6.) in einem Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Darin benennen sie auch die Fehler, die zum Untergang der Firma geführt haben.

Text: Markus Weber

Meike und Lars Schlecker, die Kinder Anton Schleckers, des Gründers der gleichnamigen, inzwischen insolventen Drogeriemarktkette, haben sich am Freitag (22.6.) in einem Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Darin benennen sie auch die Fehler, die zum Untergang der Firma geführt haben.

"Die Insolvenz ist auch das Ergebnis unternehmerischer Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre", geben sich die beiden, die zuletzt als Geschäftsführer des Unternehmens tätig waren, selbstkritisch. "Wir haben zu spät begonnen, konsequent und mit allem Nachdruck gegenzusteuern. Das Wachstumsmodell der Vergangenheit wurde zum Wackelstein für das laufende Geschäft und die Zukunftsfähigkeit der Unternehmung. Die Sortimente, Preise sowie die Ladengestaltung und das Marketing konnten nicht schnell genug angepasst werden."

In dem Brief nehmen die beiden auch Stellung zu den Vermögensverhältnissen ihrer Familie. "Wir werden sicherlich noch einige Zeit brauchen, um auch als Familie das Gesamte aufzuarbeiten und wieder Zukunftspläne zu machen." Die Insolvenz der Firma sei ein Einschnitt, den man nur äußerst schwer verarbeiten kann. "Aber wir wollen nicht jammern und es sind die vielen ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, denen unser Dank für die vergangenen Jahre und unser Mitgefühl in dieser schwierigen Phase gehört."


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.