Neupositionierung :
Seidensticker investiert massiv in Marketing

Der Hemden- und Blusenspezialist Seidensticker positioniert sich neu und startet im kommenden Jahr eine große Marketingoffensive. Das Unternehmen wertet die Dachmarke und die Rose als Markensymbol auf. 

Text: Frauke Schobelt

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Seidensticker hat seinen Markenauftritt komplett überarbeitet. Auch am PoS.
Seidensticker hat seinen Markenauftritt komplett überarbeitet. Auch am PoS.

Der Hemden- und Blusenspezialist Seidensticker positioniert sich neu und startet im kommenden Jahr eine Marketingoffensive, um die Marktführerschaft zurück zu erobern. Basis für die neue Markenstrategie ist eine umfangreiche Marktforschung im Jahr 2015. Ein Learning: Die Marke tritt künftig mit einem einheitlichen Profil auf.

"Wir wollen Seidensticker konsequent als hochwertige Hemden- und Blusenmarke im formellen und semiformellen Segment mit führender Rolle im europäischen Modemarkt positionieren", sagen die Cousins Gerd Oliver und Frank Seidensticker, geschäftsführende Gesellschafter der Seidensticker-Gruppe, die ihren Sitz in Bielefeld hat.

Dafür hat das Unternehmen seinen Auftritt komplett überarbeitet. Ein neues System soll Kunden die Suche nach dem richtigen Produkt im Handel erleichtern. Den fünf Passformen - X-Slim, Slim, Tailored, Modern und Comfort - wird künftig je eine Farbe zugeordnet. Die bisherigen Produktmarken Uno Super Slim, Schwarze Rose und Splendesto entfallen. Außerdem tritt die Marke mit neuem Labeling ausschließlich unter dem Namen Seidensticker am Markt auf.

Hochwertig und modern, so will sich Seidensticker positionieren. Die Hemden und Blusen sind künftig im Preissegment zwischen 49 und 69 Euro angesiedelt, besondere Editionen kosten 89 Euro. Die Preislage von 39 Euro entfällt. Der Umsatz der Marke Seidensticker im Hemdensegment ist im vergangenen Geschäftsjahr um zehn Prozent gewachsen. Auch im Blusensegment für Damen will Seidensticker den Marktanteil weiter erhöhen. Künftig soll es im Sortiment mehr Fashion-Artikel und monatliche Neuerungen geben.     

Die traditionelle schwarze Seidensticker-Rose wird als Markensymbol aufgewertet und soll für den Wiedererkennungswert sorgen. Sie ist sichtbar am Ärmel oder bei besonderen Editionen am Bauch zu finden. 

So sieht das Logo heute aus: 

Die Marke will außerdem die Zusammenarbeit mit dem Handel optimieren. Anfang 2016 wurden alle Vertriebskanäle inklusive des E-Commerce unter einer Leitung gebündelt. Das Unternehmen hat an den internen Strukturen gearbeitet, um Prozesse zu beschleunigen und in neue Technologien investiert. 

Ab 2017 investiert die Marke auch massiv in Marketingmaßnahmen. So ist im Frühjahr eine breit angelegte Imagekampagne in TV, Digital und Print geplant. Die Marketingoffensive lässt sich das Unternehmen einen siebenstelligen Betrag kosten. Ziel der Kampagne ist es, Seidensticker als moderne Marke zu präsentieren und so eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Das kreative Konzept wurde inhouse unter Leitung von Stefan Koenen, Head of Group Marketing, entwickelt.

Die Unternehmensgruppe Seidensticker wurde 1919 in Bielefeld gegründet und ist im Familienbesitz. Sie beschäftigt international rund 2.800 Mitarbeiter und fertigt ca. 14 Mio. Teile im Jahr. Die Marke Seidensticker ist mit 35 eigenen Stores und 3.410 Flächen in Deutschland und international am Markt vertreten. Die beiden Gesellschafter Frank und Gerd Oliver Seidensticker führen gemeinsam mit Silvia Bentzinger und Martin Friedrich die Gruppe. 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



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