Im Whitepaper zur Befragung nennt A&B einige Beispiele dazu: Arla beispielsweise wirkt bei der Verwendung von ungebleichten Kartonagen für seine Bio-Milch glaubwürdig, während kaum jemand den Schoko-Klassiker KitKat mit der Verwendung nachhaltig hergestellten Kakaos in Verbindung bringen würde. Die Handlung muss folglich ins jeweilige Markenbild passen, damit sie funktioniert und glaubwürdig ist.

Was für die meisten Traditionsmarken ein Problem ist, hat bei anderen in der jüngeren Vergangenheit sehr gut funktioniert. Rügenwalder beispielsweise bietet heute problemlos vegane Produkte an und auch Katjes hat damit Erfolg. Frosta bietet ein "Reinheitsgebot" und Konkurrent Iglo kontert mit Green Cuisine und einer vegetarischen Revolution.  

Etablierte Marken tun sich in Sachen Nachhaltigkeit oft schwer.

Dauerhafte Veränderungen werden notwendig 

Allerdings reicht es laut Studie nicht aus, sein Sortiment quasi als Alibi um eine Bio-Variante zu erweitern. Gefragt ist vielmehr ein konsequenter Trend der Marke, der nicht selten einen Relaunch erforderlich macht. Dem steht freilich entgegen, dass sich viele klassische Food-Marken selber treu bleiben und sich aus durchaus verständlichen Gründen schlicht nicht verändern. Wenn sich aber über Jahre außer neuer Sorten oder anderen Verpackungsgrößen nichts ändert, wird das Markenfeeling nostalgisch und der Genuss des Produkts zunehmend von schlechtem Gewissen begleitet.

Die neue Nachhaltigkeit lässt sich damit letztendlich natürlich nicht erreichen, sondern das geht nur über neue Produkte und neue Marken mit hoher Glaubwürdigkeit. Geschafft hat das auch Ritter Sport, für A&B One die aktivierende Marke im Schokoladenmarkt mit immer frischen Farben und Innovationen. All das bereitet den Boden für vegane Sorten, für neue Verpackungen und sogar Corporate-Themen wie etwa die Lieferkette und ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich eine etablierte Marke für die Anforderungen der Zukunft rüsten kann.