Sixt hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Fälschung zu prüfen. Die Sixt-Botschaft auf Twitter besagt, der Autovermieter distanziere sich "von dem Zusammenhang, der dadurch hergestellt wird", und verurteile jede Gewalt.

Zimperlich ist Sixt nicht, auch nicht mit der Kanzlerin: Eine Cabrio-Werbung mit der zerzausten damaligen Umweltministerin begründete den Ruf der frechen und häufig sehr aktuellen politischen Anspielungen in der Werbung des Unternehmens. Zwischen frech und brutal zieht Sixt aber klare Grenzen.

In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Werbe-Fakes im Netz im Zusammenhang mit der AfD. So wurden vor Weihnachten Anti-AfD-Plakate von Coca-Cola, Nutella und Früh Kölsch verbreitet, die aber nicht von den vermeintlich werbenden Unternehmen stammten. Coca-Cola hatte das richtiggestellt, sich aber nicht von der Botschaft distanziert ("Sag' Nein zur AfD"). Die AfD wiederum hatte als Antwort auf das Coca-Cola-Motiv im Pepsi-Look geantwortet ("Sag ja <sic!> zur AfD!") - und umgehend eine Absage kassiert ("Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser parteipolitischen Vereinnahmung ...").

* Die Polizei hat mitgeteilt, dass sich der Tathergang anders darstellt, als es unmittelbar nach dem Überfall den Anschein hatte. Wer Magnitz angegriffen hat, ist bislang noch nicht bekannt.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.