Weihnachtsmann-Radiospots :
Smart verärgert Eltern - und zieht Werbung zurück

Die Automarke Smart kämpft mit negativen Reaktionen auf einen Radiospot - und Schuld daran ist der Weihnachtsmann.

Die Daimler-Tochter Smart hat nach Protesten eine bundesweite Werbung im Radio mit einer Anspielung auf den Weihnachtsmann zurückgezogen. "Wir bedauern sehr, dass unser Radio-Spot bei einigen Hörern auf Ablehnung stößt", sagte ein Smart-Sprecher am Donnerstag in Stuttgart. Er sei nun durch einen anderen ersetzt worden.

In der kritisierten Werbung für den Viersitzer Forfour unterhalten sich die Eltern im fahrenden Auto. Die Mutter sagt während der Rückfahrt von der Familienfeier unter anderem: "Die Kinder haben Opa den Weihnachtsmann echt abgekauft. (...) Ich wünschte, sie würden nie erfahren, dass es den Weihnachtmann gar nicht gibt." Daraufhin sind zwei Kinderstimmen mit einem fragenden "Was?" zu hören.

Eltern empörten sich, dass Kinder zu früh die Vorstellung vom Weihnachtsmann genommen wird. Vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook kam es zu Kritik. "Sollte es irgendwann zu einer Wahl zum empathie- und gedankenlosesten Werbespot aller Zeiten kommen - Gratulation vorab", schimpfte Facebook-Nutzer Markus Hans auf der Seite von Smart. "Ihr wisst schon, dass durch die doofe #smart forfour Werbung grad hunderte Kinderträume zerstört werden, @WDR2 ?", twitterte Danny Giessner und sprach von einem "#weihnachtsmanngate".

Der Spot sei bereits am Montag gestoppt worden, sagte der Smart-Sprecher. Aus organisatorischen Gründen sei er danach noch auf einigen wenigen Sendern zu hören gewesen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass der Spot nicht mehr ausgestrahlt wird und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten." Eigentlich hatte der Spot dafür werben sollen, dass der als Zweisitzer bekannte Smart auch mit Rückbank erhältlich ist.

Smart muss nicht ganz auf weihnachtliche Werbung verzichten. Die Kleinwagenmarke hat in diesen Tagen die Aktion "The Sound of Christmas" gestartet. Die Marke lädt ihre Fans ein, auf einer Website einen eigenen Weihnachtssong zu kreieren.


13 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 4. Dezember 2015

Wie Weihnachtsmann? Das war doch Coca Cola und USA... Alle Eltern die sich über den Weihnachtsmann empören, sind sowieso schon einer Werbekampagne auf den leim gegangen.
Für alle die es immer noch nicht verstanden haben:
Am 6. kommt der Nikolaus. Das ist der Nikolaus von Myra. Der war Bischof. Den fand der Weihnachtsmann so cool dass er sich genau so angezogen hat. Nur der Bischofsstab fehlt.
Und an Weihnachten, also am 24. kommt das Christkind! Das sieht so wie ein Baby aus und ist das Jesuskindlein. Das Christkind braucht keine Rentiere und auch keinen Anhänger. Weil es nämlich fliegen kann!
So hab ich das zumindest meinem Sohn erklärt als er das mit den Hirschen und dem Nikolaus im Anhänger wissen wollte... Äääää...

Anonymous User 4. Dezember 2015

Sind hier nur coole Werbefuzzis ohne Kinder unterwegs ?
Natürlich wollen Kinder erstmal an den Weihnachtsmann glauben - und wie lange dieses so ist, sollte definitiv nicht von irgendeiner Werbekampagne bestimmt werden.
Schön ist nicht alles, und manchmal sollte man auch mal über den eigenen Werberand hinausblicken - gerade in dieser Branche ...

Anonymous User 4. Dezember 2015

Interessant finde ich daran, dass die ach so intelligenten Eltern ihrer ach so intelligenten Kinder wohl glauben, dass die gleichen Kinder, die noch an den Weihnachtsmann glauben auch die Kinder sind, die aufmerksam die Radiowerbung verfolgen, verstehen und daraus ihre Schlüsse ziehen... Mensch Daimler, was ist denn mit Euch los?

Anonymous User 4. Dezember 2015

Ja leck mich doch fett. Warum sollten Eltern ihren Kindern erzählen, dass es den Weihnachtsmann gibt, wenn doch jeder halbwegs Gebildete weiß, dass es nur das Christkind gibt?

Anonymous User 4. Dezember 2015

Sehe es wie Ingo. Verstehe die Reaktionen hier nicht.

Anonymous User 4. Dezember 2015

Man darf doch auch nicht die heile, weichgespülte, perfekte Welt der Eltern so schamlos zerstören!

Anonymous User 4. Dezember 2015

Das muss man sich mal geben. Smart, also Daimler, also einer der größten Autobauer der Welt, knickt nach Protest in den "sozialen"Medien vor ein paar "besorgten"Eltern ein, und zieht seine Werbung zurück. Gut möglich, dass Smart jetzt einigen Kindern Weihnachten versaut hat. Diese Helikopter-Eltern versauen ihren Kindern das Leben.

Anonymous User 3. Dezember 2015

Ich glaube es gab schon eindeutig schlimmere Dinge in der Werbung als diesen Radiospot, kann ich nicht nachvollziehen.

Anonymous User 3. Dezember 2015

Ich frage mich gerade, wie die Kommentatoren hier in die Werbebranche gekommen sind. Ist da nicht Fantasie und Vorstellungsvermögen gefragt?
Genau das wird nämlich durch den Spot bei Kindern zerstört. Klingt für euch wahrscheinlich völlig überzogen. Aber habt ihr nicht selber mal an den Weihnachtsmann geglaubt?
@vonKarsten: Deine Kiddies tun mir echt leid

Anonymous User 3. Dezember 2015

Ich bin verärgert über die spaßbefreiten verärgerten Eltern. Warum lassen die überhaupt ihre Kinder aus der schallisolierten gepolsterten Käseglocke raus? Verantwortungslos sowas!

Anonymous User 3. Dezember 2015

Auch beim Thema Weihnachtsmann verstehen Helikopter-Eltern keinen Spaß. Schade, denn die Kampagne zum nun aufgepimpten Hausfrauen- und Hedonisten-Zweisitzer ist eigentlich sehr gut und intelligent gemacht.

Anonymous User 3. Dezember 2015

Ja, wirklich schade. Der Spot war lustig und gut umgesetzt. Bin selber Vater von kleinen Kindern und wäre nie auf die Idee gekommen, dass der Spot irgend ein Problem auslösen könnte.

Anonymous User 3. Dezember 2015

Schade um die schöne Arbeit. :)

Diskutieren Sie mit