Digitale Umfelder :
Snapshot: Ein Drittel sieht Marken in der Verantwortung für das digitale Ökosystem

Digital als Medienkanal steht gerade in der Kritik. Doch wie sehen Marketer und Kommunikatoren die eigene Rolle?

Am teils wackligen Weg in digitalen Medien tragen Marketer Mitverantwortung.
Am teils wackligen Weg in digitalen Medien tragen Marketer Mitverantwortung.

Digitale Umfelder und digitale Kommunikation stehen gerade in der Kritik. Ob es um Fake News, Bots oder eben mangelnde Brand Safety bei Plattformen wie Youtube und Facebook geht. Doch wie sehen Marketer und Kommunikatoren ihre eigene Rolle?

Das ist der Gegenstand unserer neuesten Snapshot-Umfrage, deren Ergebnisse sich erneut als Trendaussage verstehen lassen.

Über die Hälfte der Teilnehmer (54,8 Prozent) ist der Meinung, dass Medien und Dienstleister mehr für Brand Safety tun müssen. Sie hätten sicherzustellen, dass Werbung nur in wirklich gewünschten Umfeldern erscheint.

Fast ein Drittel verweist aber auch auf die Eigenverantwortung. 31 Prozent sagen, dass sich Marken mehr darum kümmern müssen, wohin ihr Geld geht. Ihre Spendings fördern sonst das Ökosystem, dass das Vertrauen in Medien – und damit Qualitätsumfelder – untergräbt.

9,4 Prozent sind der Auffassung, dass es hundertprozentige Brand Safety im digitalen Zeitalter nicht gibt. Werbungtreibende müssten damit leben, dass ihre Werbung bisweilen in zweifelhaften Umfeldern ausgespielt wird.

Für nebensächlich halten Umfelder in der digitalen Kommunikation aber nur 4,8 Prozent. Für sie gilt: Hauptsache, man erreicht die richtigen Menschen und die Werbung wirkt.

An der Befragung nahmen 42 Snapshot-Mitglieder teil. (80 Prozent Marketing/Kommunikationschefs von Wirtschaftsunternehmen, 20 Prozent "Creative Minds" von Agenturen/Verbänden/Beratungen.) Die Snapshots sind ein gemeinsames Projekt von Roland Berger, den Münchner Gesprächen und W&V.


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.



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