Zudem macht Amazon jetzt von Deutschland aus dem chinesischen Internetriesen Alibaba Konkurrenz. "Ich war in Peking und habe den deutschen Laden in China gelauncht", berichtete Kleber. 6800 Marken, die auf der Amazon.de-Webseite vertreten seien, bieten nun auch im Reich der Mitte ihre Produkte online an.

Die skurril klingende Ankündigung hat einen handfesten wirtschaftlichen Hintergrund: Deutsche Marken von Aptamil-Babymilchpulver bis zu WMF-Kochtöpfen sind in China sehr beliebt. Alibaba bietet deutschen Firmen seit geraumer Zeit die Möglichkeit, über chinesische Onlineshops direkt in die Volksrepublik zu verkaufen. Nun zieht Amazon nach, bietet aber im Gegensatz zu Alibaba einen eigenen Lieferservice, der sehr schnell sein soll - in ganz eiligen Fällen "zwei bis sechs Tage", wie Kleber sagte.

Deutschland sei für Amazon "nach wie vor der wichtigste Markt außerhalb der USA." In den deutschen Versandzentren arbeiten nach Klebers Worten mittlerweile 14.500 Mitarbeiter in Festanstellung. Seit 2010 habe das Unternehmen mehr als acht Milliarden Euro in Deutschland investiert, sagte der Amazon-Manager. (dpa/fs)


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.