Marc O'Polo :
So geht eine Marke mit Facebook Live um

Marc O'Polo setzte erstmals Facebook Live ein - anlässlich des 50. Firmenjubiläums und des Launches der Design-Zusammenarbeit mit Robbie Williams. 

Robbie Williams und seine Frau Ayda launchen die neue Marc-O'Polo-Kollektion
Robbie Williams und seine Frau Ayda launchen die neue Marc-O'Polo-Kollektion

Das Textillabel Marc O'Polo feierte gerade eben seinen 50. Geburtstag - mit internationalem Staraufgebot. Robbie Williams und seine Frau Ayda präsentierten im Flagshipstore in der Münchner Theatinerstraße ihre Capsule Collection.
Übertragen wurde der Event via Facebook Live. Für das Unternehmen aus dem oberbayerischen Stephanskirchen war es der erste große Einsatz dieses neuen Features. Gezeigt wurde via Facebook Live ein Talkformat im Store mit Robbie und Ayda, moderiert von Markus Kavka, aber auch die Show der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2018 am Abend konnte live verfolgt und kommentiert werden.
Marketing-Director Tom Wallmann schildert seine Erfahrungen im Interview.

Warum haben Sie sich für Facebook Live entschieden?  

Der große Vorteil von Facebook Live ist die Tatsache, dass wir als Marke entscheiden können, welche Inhalte wir in welchem Format, Setting und Tonalität zeigen wollen. Von der Regie über das technische Setup bis hin zum Zeitpunkt des Go-live konnte alles eigenständig geplant und bestimmt werden. Dank der flexiblen Technologie von Facebook Live konnten wir den Stream dort platzieren, wo wir haben wollten.

Damit wurde beispielsweise während des Live-Stream-Zeitraums die komplette Marc- O'Polo- Startseite getauscht und User konnten den Stream live im Header unserer globalen Website verfolgen. Aus diesen Gründen war für uns von Beginn an klar, dass nur Facebook Live das richtige Medium dafür sein kann. Eine digitale Erlebbarkeit der Marke ist für uns in Anbetracht internationaler Märkte und der Erschließung einer jüngeren Zielgruppe unerlässlich.

Wie war das Feedback? Können Sie Zahlen nennen? 

Das Talkshow-Highlight mit Robbie Williams, Ayda Willams und Mads Mikkelsen, moderiert von Markus Kavka, erzielte äußerst erfreuliche Resonanzen. Insgesamt wurde der Stream über 580.000 mal angesehen mit annähernd 16.000 Reactions, Comments und Shares. Verbreitet wurde der Livestream nicht nur durch uns selbst, sondern auch durch zahlreiche Vertriebs- und Medienpartner, wie "Welt Online" und "Deluxe Music", und natürlich durch den Facebook Account von Robbie Williams selbst.

Besonders zum ersten Livestream am Vormittag war das Feedback durchweg positiv. Die Marc O'PoloFans waren sichtlich begeistert davon, ein aktiver Teil dieses besonderen Highlights sein zu können, welcher sonst nur für die Presse zugänglich war.

Gab es auch Maßnahmen auf anderen sozialen Medien wie Snapchat oder Instagram Stories?  

Während des gesamten Tages wurden Instagram Stories genutzt, um die einzelnen Highlights anzuteasern, auf den Livestream hinzuweisen und durch den Tag zu führen. Bloggerin Lena Lademann führte dabei in Form eines Take Overs durch den Marc-O'Polo-Kanal. Snapchat entspricht bisher weniger unserer Zielgruppe und wurde daher nicht integriert. Dafür haben wir erstmals Twitter hochaktiv und erfolgreich an diesem Tag genutzt, da sich gerade die Inhalte dieses Tages dafür sehr gut geeignet haben.

Wurde die Maßnahme intern umgesetzt oder war eine Agentur mit im Boot?  

Die Maßnahmen zum "50 years of O’"-Event wurden in Kooperation mit einer führenden New Media Agentur aus Österreich Loop umgesetzt. Gemeinsam mit dem internen Social-Media-Team wurde ein ganzheitliches und langfristiges Social-Media-Konzept entworfen und umgesetzt. 

Grundsätzlich geht es hier darum, alle notwendigen Kapazitäten für derart umfangreiche Inhalte in einem sehr kurzen Zeitraum zur Verfügung zu haben. Das übersteigt einen "Normalbetrieb" deutlich und macht die Zusammenarbeit mit einer ausgezeichneten Agentur unerlässlich. 

Bedeutet das Engagement mit Facebook Live auch einen Budgetshift?  

Facebook ist und bleibt eine effiziente Möglichkeit der Bewerbung geeigneter Themen oder Sonderformate. Eine Integration dieser Platzierungen wird immer wichtiger und auch in Zukunft Teil unserer Planung. Selbstverständlich haben Kollaborationen dieser Größenordnung auch ihre Eigenheiten, die aber vor allem mit den Möglichkeiten eines Kalibers wie Robbie Williams zu tun haben.

Wobei hier klar gesagt werden muss, dass die Unterstützung von Robbie Williams und seinem Team außergewöhnlich war und wir das auch sehr schätzen. Dennoch: Ein gesamtheitlicher Medien-Mix inklusive klassischer Print und OOH-Platzierungen wird weiterhin in den Key Märkten relevant sein. 

Wie haben Sie vorgearbeitet, damit Facebook Live richtig abheben konnte?

Die Kooperation mit Robbie Williams wurde mit Hilfe einer langfristig anlegten Social-Media-Strategie angekündigt und gelauncht. Dabei wurden sowohl eigene Kanäle als auch Robbie-Williams-Kanäle in die Kommunikation integriert. Neben der Ankündigung der Kooperation im Januar, laufen die Maßnahmen seit dem 3. Juli und noch bis Ende August.

Begleitend wurden, um Reichweite und Involvement unserer Zielgruppe mit der Kampagne signifikant zu steigern, national und international Out-of-Home Maßnahmen im Umfeld unserer wichtigsten Stores sowie eine digitale Brand-Awareness-Kampagne umgesetzt.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.



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