Nutella-Unique-Gläser hässlich versus schön

Nutella-Gläser in der Werbung versus Nutella-Gläser in Reallife

Im zweiten Schritt folgt die Selektion. Dabei wird das Schlechte aussortiert. Das wiederum kann ein Algorithmus nicht. Auch bei Nutella wurden die Designs vor dem Verkauf nicht bewertet oder ausgewählt. Selbst die hässlichsten Entwürfe in den unappetitlichsten Farben landeten ungefiltert im Laden. 

Lila-braune Nutella mit leichtem Grünstich 

Algorithmen können also nur einen Teil eines kreativen Prozesses abbilden. Genauso wie ein Kind, dem ebenfalls das Moment der Bewertung fehlt.

Hätte also Nutella die unzähligen einzelnen Designs vor dem Verkauf bewerten und selektieren lassen, hätte die Aktion perfekt werden können. Ist sie aber nicht. Deshalb muss nun mancher Kunde ein oder zwei Augen zudrücken, wenn er sein Messer im lila-braunen Glas mit leichtem Grünstich versenkt. Fernab von Instagram, im Reallife eben.  

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Autor: Verena Gründel

Verena Gründel ist seit Anfang 2021 Chefredakteurin der W&V. Die studierte Biologin und gelernte Journalistin schrieb für mehrere Fachmagazine in der Kommunikationsbranche, bevor Sie 2017 zur W&V wechselte. Sie begeistert sich für Marken- und Transformationsgeschichten, hat ein Faible für Social Media und steht regelmäßig als Moderatorin auf der Bühne.