Nutella-Unique-Gläser hässlich versus schön

Nutella-Gläser in der Werbung versus Nutella-Gläser in Reallife

Im zweiten Schritt folgt die Selektion. Dabei wird das Schlechte aussortiert. Das wiederum kann ein Algorithmus nicht. Auch bei Nutella wurden die Designs vor dem Verkauf nicht bewertet oder ausgewählt. Selbst die hässlichsten Entwürfe in den unappetitlichsten Farben landeten ungefiltert im Laden. 

Lila-braune Nutella mit leichtem Grünstich 

Algorithmen können also nur einen Teil eines kreativen Prozesses abbilden. Genauso wie ein Kind, dem ebenfalls das Moment der Bewertung fehlt.

Hätte also Nutella die unzähligen einzelnen Designs vor dem Verkauf bewerten und selektieren lassen, hätte die Aktion perfekt werden können. Ist sie aber nicht. Deshalb muss nun mancher Kunde ein oder zwei Augen zudrücken, wenn er sein Messer im lila-braunen Glas mit leichtem Grünstich versenkt. Fernab von Instagram, im Reallife eben.  

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Autor:

Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Mitglied der Chefredaktion. Sie schreibt am liebsten über Food-, Fitness-, Kosmetik- und Digitalthemen - und über spannende Marken- und Transformationsgeschichten. Wenn daneben noch Zeit bleibt, kocht und textet sie für ihren Foodblog und treibt viel Sport. Wenn sie länger frei hat, reist sie mit dem Auto durch die Welt, am liebsten durch Lateinamerika.