Sport-Marketing :
So macht Adidas 30.000 Boston-Marathon-Läufer einzeln glücklich

Ein persönliches Lauftagebuch für 30.000 Teilnehmer - dieser Mammutaufgabe stellte sich Adidas beim "Boston Marathon 2018".

Text: W&V Redaktion

30.000 Läufer quälten sich vergangenen Montag beim Boston-Marathon gut 42 Kilometer durch strömenden Regen. Um den Triumph beim Überqueren der Ziellinie noch zu versüßen, hat sich der Sportausrüster Adidas etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zusammen mit der Digital-Agentur Grow kreierte die Brand innerhalb von 24 Stunden für jeden Läufer ein personalisiertes Video. Insgesamt 27 Stunden Material wurden dazu mit acht Kameras kreiert und anschließend bearbeitet. 

Jedes Läufervideo zeigt den Namen des Läufers, seine Zwischenzeit an verschiedenen Punkten des Laufes sowie verschiedene Impressionen des Läufers auf der Strecke. Jeder Läufer konnte sein individuelles Video nach der Eingabe seiner Teilnehmernummer online bei Adidas abrufen und anschließend auch in den sozialen Medien teilen. Die Hoffnung der Macher, dass dies auch reichlich getan wird, wurde voll erfüllt: Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden laut eines Berichts von Adweek 15 Prozent der Videos bereits geteilt und generierten über 8.000 Kommentare und mehr als 36.000 Reaktionen.

Die Zahl der Unique Video Views liegt bei 12.000. Insgesamt generierten die Clips innerhalb der ersten zwei Tage nach dem Event 100.000 Abrufe, 95 Prozent davon schauten dabei den kompletten Film.

Auf die deutschen Adidas-Kunden kommt voraussichtlich im nächsten Jahr noch eine weitere Neuerung zu: Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender der Adidas AG, kündigte an, dass der Konzern mit Turnschuhen zum Ausdrucken experimentieren will. Die Testaktionen sollen dann in einigen ausgewählten Filialen stattfinden.


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W&V Redaktion
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