Dieselskandal im Social Web :
So reagiert das Netz auf den Rückruf bei Porsche

Im Dieselskandal rollt die nächste Empörungswelle. Porsche hat beim Modell Cayenne betrogen. Die Kommentatoren im Netz nehmen es mit beißendem Humor.

Text: Sebastian Schmidt

Extra3 meldet: Carrera hat nachweislich nicht geschummelt.
Extra3 meldet: Carrera hat nachweislich nicht geschummelt.

Es ist wie Weihnachten für Freunde der Satire. Verkehrsminister Alexander Dobrindt stellte sich am Donnerstag die Kameras der Republik, um ein Zulassungsverbot für den Porsche Cayenne mit 3.0 TDI Diesel-Motoren zu verkünden. Doch damit nicht genug, ordnete er außerdem einen europaweiten Rückruf für die Fahrzeuge an.

Die ARD-"Tagesschau" spricht von einer "drastischen" Reaktion des Ministers. Aus den Reihen der Grünen hört man indes, dass es sich bei den Maßnahmen des Verkehrsministers um Symbolpolitik handle. Denn der verbaute Motor stammt eigentlich aus dem Hause Audi. Beide Marken gehören bekanntlich zum VW-Konzern, der schon seit längerer Zeit im Zentrum des Diesel-Skandals steht. Zwischen den Regierungsparteien schiebt man sich, ganz im Wahlkampfmodus, den schwarzen Peter für die politische Verantwortung der hohen Abgaswerte gegenseitig zu.

Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer startete im Gespräch mit Pinar Atalay in den "Tagesthemen" den Reigen an spitzer Kritik, indem er Dobrindt ironisch mit Sherlock Holmes verglich:

Aber auch auf Twitter sorgen seit der Bekanntgabe des Rückrufs kreative Kommentatoren kontinuierlich für neue Lacher:

Da ist wenigstens Pfeffer drin:

Manch einer fragt sich auch, ob das vielleicht Wahlkampftaktik ist.

Und ganz bunt wird es, seit am Freitag das Stuttgarter Verwaltungsgericht einer Klage der Deutschen Umwelthilfe stattgegeben und entschieden hat: Die Feinstaubbelastung muss notfalls auch durch Fahrverbote für Diesel-Pkw eingedämmt werden.