Mitteldeutsche Markenstudie 2018: Die Marken

Kaufland hängt in Mitteldeutschland alle ab

Der meist frequentierte Einkaufsmarkt in Mitteldeutschland ist Kaufland mit 38 Prozent, gefolgt von Netto, Lidl, Edeka und Rewe. In Gesamtdeutschland steht Aldi mit 35 Prozent an der Spitze, gefolgt von Lidl, Rewe, Edeka und Kaufland. Zum ersten Mal wurde für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen differenziert abgefragt, welche Einkaufsmärkte in welchen Bereichen die Nase vorn haben. Auch hier gewinnt Kaufland in den Kategorien „Service“, „Frische“, „Sympathie“, „beste Preise“ und „größte Auswahl regionaler Produkte“.

Drei Einkaufstypen 

Drei Typen von Käufern identifiziert die Studie, gleichermaßen für Mittel- und Gesamtdeutschland: Die "Spontanen" sind beim Lebensmittel-Einkauf wenig emotional. Der Preis ist zweitrangig, auch die Erzeugung der Produkte interessiert nur teilweise. Die "Pragmatischen" kaufen günstige Lebensmittel, die ihnen schmecken. Regionalität, biologische Erzeugung oder Inhaltsstoffe sind weniger wichtig. Während die ersten beiden Gruppen jeweils weniger als ein Drittel ausmachen, zählen sich rund 40 Prozent zur Gruppe der "Bewussten". Sie wählen Lebensmittel bewusst aus und achten gezielt auf saisonale, gesunde und regionale Produkte und orientieren sich zudem an Siegeln, wie Bio oder Fairtrade.

Mitteldeutsche Markenstudie 2018: Die Einkaufstypen

Learnings für die Markenführung

Basierend auf der Studie erläutert Reinhard Hild, Verkaufschef der MDRW, welche Faktoren zum Erfolg einer Marke führen: "Die wichtigsten sind Bekanntheit und ein gutes Image. Herkunft, Qualität, positive Erfahrung und Kreativität sind einige der Parameter, die schlussendlich zum Kauf führen. In den seltensten Fällen gelingt dies lediglich über den Preis. Marken brauchen klare Führung. Viele mitteldeutsche Hersteller haben das hervorragend verinnerlicht."

Wie die Markenführung organisiert werden sollte, erklärt Sören Schiller, Leiter der Studie beim IMK: „Im ersten Schritt bedarf es einer fundierten Analyse der eigenen Situation und der des Wettbewerbs. Wie ist meine Marke in unterschiedlichen Zielgruppen und Regionen positioniert, warum wird sie gekauft, was hält Nichtkäufer vom Kauf meiner Marke ab? Der aus der Beantwortung dieser Fragen resultierende Markenstatus legt die Basis für die Festlegung von Zielen und Strategien. Hier bietet die Studie eine wichtige Grundlage. In unserer Befragung gelangen wir hinunter bis auf Kreisebene."

Ausgewählte Teile der Studie gibt es unter www.mdr-werbung.de zum Download, die ausführliche Analyse auf Anfrage. 


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.