Pantone ehrt den Popstar Prince :
So sieht die Farbe "Prince" aus

Der verstorbene Musiker Prince hat eine eigene Pantone-Farbe bekommen. Damit würdigt das Unternehmen den Künstler und seinen Einfluss auf Mode, Kunst und Kultur posthum.

Text: Susanne Herrmann

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Das ist das Prince-Lila namens "Love Symbol #2" von Pantone.
Das ist das Prince-Lila namens "Love Symbol #2" von Pantone.

Es ist ein satter Violett-Ton namens "Love Symbol #2", den das Farbsystem Pantone nun dem verstorbenen Musiker Prince widmet. Und das nicht nur, weil sein Künstlerlogo diese Farbe hatte oder weil seit dem Song "Purple Rain" jedermann die Farbe Lila mit dem Popstar verbindet, sondern auch, weil er mit einem eigens in diesem Violett angefertigte Yamaha-Klavier 2016 auf Tournee hatte gehen wollen. Prince starb mit 57 Jahren 2016 an einer Überdosis eines Schmerzmittels.

"Die Farbe Lila war gleichbedeutend damit, wer Prince war, und wird es immer sein", sagte Troy Carter, als Berater mit zuständig für Prince' Nachlass. "Die Pantone-Farbe ist eine fantastische Möglichkeit, damit sein Erbe für immer lebendig bleibt."

Entwickelt wurde die Farbe "Love Symbol #2" vom Pantone Colour Institute. Im vorigen Jahr hatte der Entwickler für standardisierte Farbkataloge "Greenery" zur Farbe des Jahres erklärt. Die wurde dann im Airbnb-Haus "Outside In" gemeinsam mit Pantone üppig eingesetzt.

Das "Love Symbol" von Prince hatte der Grafikdesigner Mitch Monson entwickelt; es verschmilzt die Symbole für Weiblichkeit und Männlichkeit. Der Musiker hatte es von 1993 bis 2000 anstelle seines Namens verwendet. Vorausgegangen war ein Streit mit seiner Plattenfirma Warner. Das unaussprechliche Symbol führte dazu, dass Prince in dieser Zeit als "The Artist Formerly Known As Prince" (TAFKAP) genannt wurde.

"Love Symbol #2" mit Farbton, Namen und Symbol: Prince' Farbe ist ein dunkles Violett. (Pantone)

"Love Symbol #2" mit Farbton, Namen und Symbol: Prince' Farbe ist ein dunkles Violett. (Pantone)


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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