Nach wie vor spielt der stationäre Handel bei Sport Scheck eine große Rolle – doch das Sortiment ändert sich: Die Action-Sportarten wie Skaten und Surfen rücken in den Hintergrund. Jahrelang waren sie das Aushängeschild des Sporthändlers mit dem orangefarbenen Corporate Design. Künftig orientiert sich das Unternehmen verstärkt Richtung Sport und vernachlässigt den Lifestyle. Konkret bedeutet das, dass vor allem Fußball, Laufen, Training und Outdoor mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Vorbereitend für die neue Ausrichtung hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren mit großer finanzieller und logistischer Anstrengung die IT und die Logistik umgestellt. So kann Sport Scheck jetzt die Auslieferung der Bestellung am gleichen Tag garantieren und im Online-Shop ist die Verfügbarkeitsanzeige auf Echtzeit umgestellt.

Der Sportfachhandel steckt schon länger in der Krise. Unternehmen wie H&M, Tchibo oder Zara bieten inzwischen ebenfalls Sportklamotten an – deutlich zu einem günstigeren Preis. Die wachsende Zahl der Kunden bedient sich meistens dort – oder eben online. Dazu kommen Vollsortimentler wie Decathlon. Fachgeschäfte erreichen ihre Kunden immer weniger. Es braucht also gute Ideen, um für die Kunden wieder wichtig zu werden.

Nach Angaben im Unternehmen sehen die Zahlen für dieses Jahr deutlich besser aus: Seit Geschäftsjahresanfang liegt der Umsatz bei 13 Prozent über dem Vorjahr. Ein Anfang. Wie genau die Zahlen werden, wird sich erst in wenigen Wochen zeigen. Viel Zeit hat Rech mit seinem Team nicht.



Lena Herrmann
Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.