Kampagne von Dorland :
So startet das "Glücksportal" My better life in den Markt

Die Coaching-Plattform My better life will Menschen helfen, die ihre Probleme nicht in den Griff bekommen. Acht bekannte Experten stehen im Mittelpunkt der Einführungskampagne von Dorland.

Text: Conrad Breyer

Das Gründerteam von My better live (v.l.n.r.): Normann Broschk, Christian Vater und Marvin Geilich
Das Gründerteam von My better live (v.l.n.r.): Normann Broschk, Christian Vater und Marvin Geilich

Alle Menschen wollen glücklich sein. "Nur die wenigsten sind es", sagt Christian Vater, Gründer der Coachingplattform My better life. Frauen zum Beispiel: 80 Prozent seien unzufrieden mit ihrem Aussehen. Oder: 50 Prozent aller Menschen sind gestresst von ihrer Freizeit. Mybetterlife.de, seit Mitte März online, soll das ändern. Die Agentur Dorland aus Berlin hat die Marke positioniert ("Mach Dich glücklich"), das Erscheinungsbild geschaffen und will My better life jetzt bekannt und die Menschen froh machen. Dafür laufen TV-Spots (auf RTL II), sind im Einsatz: Social Media, Influencer Marketing und PR.

Acht renommierte Experten geben im Netz Tipps fürs Finanzmanagement, die Liebe, das Aussehen und die Gesundheit. Sie teilen Anregungen zu Arbeit, Zeitmanagement und Freizeit. Eine Motivationstrainerin hält alle Teilnehmer bei Laune. Sie alle sind zum Teil aus Funk und Fernsehen bekannt. Kostenpunkt einmalig: 29,90 Euro.

Das Angebot ist günstig, weshalb das Geschäftsmodell überzeugt. Die Menschen, die My better life anspricht, würden bei Ex-"Supernanny" Katia Saalfrank (Beziehungen), Andrea Ballschuh (Freizeit), Serena Goldenbaum (Aussehen) und wie sie alle heißen, niemals einen Termin bekommen. Auch deren Rechnungen könnten sie nicht bezahlen, denn meist sind die Frauen zwischen 30 und 60 Jahren, die My better life als Zielgruppe definiert hat, nicht eben reich und verfügen nur über ein mittleres Einkommen. Auf mybetterlife.com erhalten sie immerhin ein individuelles Lernprogramm. Dorland rückt die Berater in den Mittelpunkt der Filme. Sie machen die Marke schließlich aus und sollen Vertrauen schaffen.

Die Deutschen sind sehr unglücklich

Das Potenzial für My better life ist riesig, wenn man My better life glauben mag. Das Unternehmen liefert eine Menge Zahlen: 50 Prozent der Ehen in Deutschland würden geschieden. Vier Millionen Menschen seien depressiv, neun leideten unter Burnout. 6,7 Mio. Deutsche seienverschuldet, jeder Zweite möchte seinen Job aufgeben. Und 50 Prozent sagen, sie seien gestresst. Deutschland gehört offenber zu den unglücklichsten Nationen der Welt, was zumindest der World Happiness Report anders sieht. So konnte sich Deutschland von 2015 auf 2016 um zehn Ränge verbessern und steht nun auf Platz 16. Aber klar: Da ist noch Luft nach oben. My better life arbeitet daran.

Und so funktioniert My better life: 


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.