Musik-Kampagne :
So startet Superdry in die Festivalsaison

Für ihre kommende Frühjahr-Sommer-Kampagne hat die Modemarke Superdry aufstrebende Künstler angeheuert.

Text: Susanne Herrmann

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Sieben ausgewählte junge Musiker sind das Herzstück der Superdry-Frühjahr-Sommer Kampagne 2018 unter dem Schlagwort #SuperdrySounds. Das heißt, dass sie nicht nur die Gesichter der Modemarke sind, sondern sie werden ausgewählte Gigs auf der ganzen Welt spielen, Superdry in ihre Musikvideos integrieren und auf Festivals auftreten. Die Kampagne wurde von der Londoner Agentur Vision 9 umgesetzt.

Auf der Homepage des Unternehmens werden Aaron Unknown, Au/Ra, Santino Le Saint, Ami Carmine, Lexie, Timmy Xu und Sam Blacky vorgestellt, auch in ihre Playlisten auf Spotify kann man reinhören und ihren Musikgeschmack kennenlernen. Außer der Liebe zur Musik haben die sieben jungen Künstler noch etwas gemeinsam: Sie präsentieren ihre Kunst vor allem auf digitalen Kanälen. Sind also zugleich Influencer.

Superdry setzt in seiner Kampagne "Superdry Sounds" auf Musik und die Förderung junger Talente. Damit will das Lifestylelabel zeigen, dass es nicht nur von Mode etwas versteht – und das gleich weltweit live erlebbar machen. Passend zur startenden Festivalsaison in den lauen Monaten.

Superdry feiert musikalische Vielfalt
 

Die sieben "Hero Artists" werden auf verschiedenen Festivals unter anderem in Deutschland, Shanghai, Großbritannien, USA und Schweden auftreten. Musikalisch sind ganz unterschiedliche Stile vertreten: Aaron Unknown vertritt Grime mit Wurzlen im Hiphop und Elektro, Au/Ra ist eine amerikanische Indiesängerin, Santino Le Saint ein Songwriter, die DZ-Szene vertreten Ami Carmine und Sam Blacky, Lexie ist Rapperin, Timmy Xu ein chinesischer Schauspieler und Sänger.

Timmy Xu, Sänger und Schauspieler aus China, für Superdry.

Timmy Xu, Sänger und Schauspieler aus China, für Superdry.

Der Ansatz dürfte der Zielgruppe schmecken: Superdry macht vor allem junge Streetwear und Freizeitmode, gern mit prägnanten Logos, zu nicht allzu günstigen, aber noch vernünftigen Preisen - und robust genug für Musikfestivals. Die Wettbewerber heißen beispielsweise Hollister, Bench, G-Star.

Der Markt ist umkämpft. Die britsche Marke Superdry meldete aber im Geschäftsjahr 2016/17 immerhin fast 26 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr (856,7 Millionen Euro) und hatte den Gewinn um 53 Prozent auf rund 96,7 Millionen Euro. Von Mai bis Oktober 2017 war der allerdings wieder zurückgegangen;  der Nettogewinn schrumpfte um 16 Prozent. Begründet wird das mit einer niedrigeren Bruttomarge, höheren Kosten und Währungseffekten. Letztere führte auch die britische Marke Bench ins Feld, die vor einer Woche Insolvenz angemeldet hat.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.