Influencer Marketing :
So viel verdient ein Influencer mit nur einem Post

100 Influencer haben die Fragen beantwortet, die Caro Daur im Interview mit dem "Manager Magazin" nicht beantworten wollte. Unter anderem zum Thema Geld und Transparenz.

Text: Christa Catharina Müller

Caro Daur gehört zu den Top-Verdienern unter Influencern und kooperiert unter anderem mit Levi's.
Caro Daur gehört zu den Top-Verdienern unter Influencern und kooperiert unter anderem mit Levi's.

Inzwischen ist es etwas mehr als drei Monate her, seit das "Manager Magazin" auf seiner Website ein Interview mit Influencerin Caro Daur veröffentlicht hat. Zur Erinnerung: Das Brisante an dem Interview waren nicht ihre Antworten, sondern die Fragen, die nach dem von Daur autorisierten Interview stehen blieben. Fragen zu Honoraren, gesponsorten Inhalten und Kennzeichnungspflichten, die bis heute heiß diskutiert werden, zum Beispiel in der W&V Facebook-Gruppe "Rettet das Influencer Marketing".

Nun ist Caro Daur sicherlich eine Ausnahme. In Kooperation mit Marken wie MAC Cosmetics, Superga oder zuletzt etwa Levi's verdient die Influencerin angeblich eine Million Euro im Jahr. Doch wie sieht es mit der Mehrheit der Influencer aus?

Die Veranstalter der INREACH Konferenz für Influencer Marketing haben 100 Influencern anonym genau die Fragen gestellt, die Caro Daur nicht beantworten wollte.

So viel verdient ein Influencer

Während die Topverdiener unter den Influencern auf eine Sponsoringquote ihrer Inhalte von über 70 Prozent kommen, liegt die durchschnittliche Sponsoringquote der 100 befragten Influencer bei nur 30 Prozent. Mit fast 80 Prozent geben vier von fünf Influencern zudem an, teilweise unentgeltlich für Marken zu arbeiten.

Was die Honorare betrifft, so verdienen Influencer mit einem Post im Durchschnitt 600 Euro. Auf die Frage, welchen Preis sie als fair ansehen würden, antworteten die Befragten mit 850 Euro. Dieser Betrag gibt einen Hinweis darauf, in welche Richtung sich die erzielten Honorare entwickeln könnten.

Influencer über die Kennzeichnungspflicht

In Bezug auf die Kennzeichnungspflicht lassen die Umfrageergebnisse auf ein großes Bewusstsein schließen, anders als der durch das Interview mit Caro Daur vermittelte Eindruck. 90 Prozent der Befragten geben an, sich an die Kennzeichnungspflicht zu halten. Nur jeder Zehnte räumt ein, dies nicht durchgängig zu praktizieren.

Mehr Infos zum Thema Influencer Marketing haben wir in unserem Dossier sowie diesem Special zusammengestellt.


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

ist seit Februar 2014 Redakteurin im Ressort Marketing, wo sie über Mode und digitales Marketing schreibt. Bevor sie zu W&V kam, hat sie ein Onlinevolontariat bei Condé Nast absolviert und war anschließend drei Jahre als freie Autorin tätig, unter anderem als Bloggerin für Yahoo.