Untersuchung von Brandwatch :
Social Buzz: So schlagen sich die Dax-30-Unternehmen

Welche Dax-30-Unternehmen dominieren den Social Buzz? Zwei Automarken mischen ganz vorne mit.

Text: Ulrike App

Dieser Instagram-Account von BMW ist auf ein globales Publikum ausgerichtet.
Dieser Instagram-Account von BMW ist auf ein globales Publikum ausgerichtet.

Der Dienstleister Brandwatch hat den Social Buzz der Dax-30-Unternehmen untersucht. Dazu beobachtete die Social-Listening-Firma von Anfang April bis Mitte Mai 2017 die jeweiligen Hauptmarken und wertete gut 860.000 Inhalte aus, die über Social-Media-Kanäle und Online-Medien öffentlich geteilt wurden. 

Knapp die Hälfte der Beiträge wurden auf Twitter publiziert (42 Prozent), 21 Prozent in News-Medien und 20 Prozent auf öffentlich zugänglichen Facebook-Seiten, neun Prozent in Foren. Bildorientierte Kanäle wie Instagram und Video-Plattformen erzielten fast fünf Prozent des gesamten Buzz über die DAX-30-Unternehmen.

Die Kanäle der Social-Media- und Online-Konversationen

Die Kanäle der Social-Media- und Online-Konversationen.

Die präsentesten Marken: ProSiebenSat.1, Volkswagen, BMW, die Deutsche Telekom und Adidas. Jedoch muss man dabei beachten: Diese Firmen haben in einem solchen Ranking einen taktischen Vorteil. Sie bieten nicht nur Massenprodukte für Endkonsumenten an, sondern bei ihnen entspricht der Unternehmensname gleichzeitig auch der stärksten Marke. Dementsprechend profitieren sie von der Kommunikation über ihre Sportschuhe, ihre Autos oder ihre Tarife.

Firmen mit einer Dachmarkenstrategie - wie Daimler, Henkel oder Beiersdorf - sind mit ihrer Hauptmarke folglich schwächer online präsent. Die Diskussion im Netz und auch die unternehmenseigene Produktkommunikation beziehen sich vorwiegend auf die jeweiligen Brands wie Mercedes, Perwoll oder Nivea

Das Social-Buzz Ranking.

Das Social-Buzz Ranking.

Unternehmen wie beispielsweise Siemens oder BMW setzen verstärkt auf englischsprachige Inhalte und Kommunikation, um ein globales Publikum zu erreichen. Das gilt insbesondere für die Foto-Plattform Instagram. Dort veröffentlichen die Marken beispielsweise hochwertige Fotos und Videos von Produkten, Events oder zu Sponsoring-Engagements. Auf Twitter und Facebook hingegen arbeiten die Unternehmen stärker mit regionalem Bezug. Die Marken agieren oftmals mit mehreren Accounts, beispielsweise für Karriere-Themen oder den Kunden-Service.