Für Soda Stream ist "David gegen Goliath" beinahe schon eine altbekannte Geschichte, denn schon mehrfach ist der Hersteller mit seinen Werbemaßnahmen angeeckt. 2014 musste Soda Stream einen Super Bowl-Spot mit Scarlet Johanssen zurückziehen, weil Pepsi und Cola dagegen vorgegangen waren. "Sorry Coke and Pepsi" hatte Johannsen darin in die Kamera gehaucht und Soda Stream gegen die beiden Softdrink-Platzhirschen in den Mittelpunkt gerückt. Auch dieses Verbot hatte der Konzern durchaus mit kräftiger PR-Maschine auszunutzen gewusst. Sogar auf dem offiziellen Youtube-Kanal des Super Bowl war die verbotene Johanssen dann zu sehen:

Und selbst das war nicht der erste Werbestopp für Soda Stream. Im Jahr 2013 hatte Werbelegende Alex Bogusky höchstpersönlich einen Super-Bowl-Spot für den Wassersprudler kreiert, in dem massenweise Coke- und Pepsi-Flaschen barsten. Damals hatte CBS sich geweigert den Spot auszustrahlen, wohl auch aus Respekt vor den großen Werbekunden Coca-Cola und Pepsi.

Schlussendlich ging ein anderer Spot on air - für die Plastikfalschen-Lobby vermutlich nicht weniger provokant. Dass die Lobby auch auf den neuen Spot ungehalten reagiert, wirkt da fast schon wie ein altbekanntes Spiel.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.