Erstmals wird der DSGV dabei einen Teiletat für Contentmarketing abzweigen. 1,5 Mio. Euro schneidet Lehm für das Themen-Marketing erstmals aus dem klassischen DSGV-Budget heraus – eine Entscheidung die vor allem zu Lasten der Werbung in Tageszeitungen gehen wird. Die Contentmarketing-Agentur C3 mischt hier als Sparringspartner mit und hat mit dem DSGV zehn Themen definiert, um die sich die Online-Kommunikation in Zukunft ranken soll. Auf ihren Onlineplattformen will sich die Sparkasse ganz dem Austausch mit dem Kunden widmen und Informationen bieten, nach denen Menschen in wichtigen Lebenssituationen im Netz suchen - zum Beispiel, wenn sie ein  Auto kaufen wollen, heiraten  und eine Familie gründen, ein Haus bauen oder eine Firma aufbauen wollen.

Die Marke Sparkasse schöpft ihr Potenzial nicht so aus wie sie es könnte. Das hat eine Marktforschung  der Agentur Metadesign ergeben, die im vergangenen Jahr am Markenleitbild der Sparkassen gefeilt hat. Die Eigenschaften einer idealen Bank - nah, zugänglich, modern und transparent zu sein – werden demnach eher Direktbanken und Genossenschaftsbanken zugeschrieben als den Sparkassen. Die öffentlich-rechtlichen Institute gelten im Vergleich als weniger modern und zugänglich. Marketingchefin Lehm will nun mehr menschliche Nähe aufbauen: Die Kundenberater sollen in Zukunft sicht- und ansprechbarer werden, und zwar vor allem auch auf den digitalen Kanälen – Online, im Video oder per Chat, mobil per App, aber auch per Telefon.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen W&V (30/2015).  Hier können Sie das Heft bestellen.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.