Die eigenen Bezahl-Apps der Sparkassen und Genossenschaftsbanken funktionieren für das kontaktlose Bezahlen nur auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android, weil sie beim iPhone nicht auf den NFC-Funkchip zugreifen können. "Wir haben zum Marktstart unserer Lösung bewusst auf Android gesetzt, da rund 80 Prozent der Handybesitzer in Deutschland ein Gerät mit diesem Betriebssystem besitzen", sagt eine Sprecherin des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) der dpa. Apple-Partner wie die Deutsche Bank berichten unterdessen, dass iPhone-Nutzer das kontaktlose Bezahlen mit Apple Pay viel schneller aufgegriffen haben als Android-Anwender das Bezahlen mit der bankeigenen App.

Die hauseigene Lösung der Sparkassen zum mobilen Bezahlen, bei der auf Android-Geräten auch die Girocard eingebunden werden kann, wird nach Angaben des DSGV inzwischen von mehr als 360 der 384 Sparkassen angeboten. Bei den rund 900 Genossenschaftsbanken sind es aktuell 514 Institute.

Nach wie vor hängen die Bundesbürger allerdings an Scheinen und Münzen. Von jährlich rund 20 Milliarden Transaktionen im Einzelhandel erfolgen die meisten mit Cash. Drei von vier Zahlungen an der Ladenkasse werden laut Deutscher Bundesbank in bar abgewickelt. Vor allem bei kleinen Beiträgen greifen die Menschen zu Scheinen und Münzen. Gemessen am Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel lag der Bargeldanteil jüngsten Daten zufolge bei 51,3 Prozent.

dpa


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W&V Redaktion
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