Werbebudgets 45 Prozent unter Vorjahr

Ein Minus von im Schnitt 7,5 Prozent und noch 24,23 Mio. Euro brutto Gesamtwerbeaufkommen ist die Bilanz für den Spielwarenmarkt für Januar mit April. Das wahre Ausmaß zeigt sich, wenn man nur den April betrachtet. Hinter den 5,84 Mio. Euro Werbevolumen laut Nielsen steht ein Rückgang von 45 Prozent gegenüber Vorjahr – mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Rückgangs über alle Branchen hinweg (minus 21,3 Prozent).

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Vor allem Hasbro (bekannt u.a. für Nerf, Transformers oder FurReal) und Spin Master (Air Hogs, Meccano) drücken mit ihren drastischen Reduzierungen von über 80 Prozent den Aprilschnitt. Lego beispielsweise reduzierte um 28, Geobra Brandstätter mit Playmobil um 17, Zapf um 34 Prozent, obwohl die Bilanz bei den beiden Letztgenannten für die ersten vier Monate des Jahres noch deutlich über Vorjahr lag.

Schmidt Spiele als die große Ausnahme

Die ganz große Ausnahme dieser Abwärtsspirale sind Schmidt Spiele. In der Viermonat-Bilanz fällt das Unternehmen (u.a. Kniffel, Bibi&Tina-Puzzle) im W&V Data-Ranking schon durch seine überdurchschnittliche Budgetsteigerung aus, die vor allem für TV ausgegeben wurde. Aber auch im April legten Schmidt Spiele gegenüber Vorjahr zu um ganze 67 Prozent. Den gestiegenen Bedarf an „spielerischer“ Ablenkung von Corona hat man hier ganz offensichtlich als Chance gesehen.



Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.