Marketingstrategie :
Starbucks fokussiert sich auf den Nachmittag

Das Geschäft am Nachmittag ist oftmals mau. Das Marketing will deshalb jetzt gegensteuern – auch langfristig.

Text: Franz Scheele

Starbucks will sich bei den Marketingaktivitäten künftig verstärkt auf die Nachmittagsstunden fokussieren – unter anderem mit einer Happy Hour nach 15 Uhr sowie Produkt-Promotions. Die neuen Marketing-Pläne für die Nachmittagsstunden, in denen das Geschäft nicht so gut läuft wie etwa am Morgen, seien nicht auf eine kurze Laufzeit angelegt wie dies früher der Fall gewesen sei, erklärte laut Advertising Age Group President und Chief Operating Officer Roz Brewer.

So soll die Werbung für neue Produkte am Nachmittag sowie für Angebote wie Snacks-&-Getränke-Kombis von Mai bis einschließlich August laufen. Zudem sollen "Happy Hour"-Deals digital ausgewählten Kunden angeboten werden, die nicht Mitglied des Treueprogramms "My Starbucks Rewards" sind, darunter ein 50-Prozent-Discount für einen Macchiato oder ein Teavana Shaken Iced Tea Infusion für 2,50 Dollar. Allerdings: Nicht-Mitglieder müssen eine Einladung erst digital anfordern und es ist unklar, wie viele Einladungen dann tatsächlich ausgesprochen werden.

"Happy Hour"-Angebote von 15 bis 17 Uhr – für Mitglieder bis 18 Uhr – gibt es bei Starbucks bereits seit 2010, bislang allerdings meist nur für einen Aktionszeitraum von einer Woche. Die Mitgliederzahl des digitalen Belohnungsprogramms ist vergangenes Jahr laut Unternehmensangaben um 12 Prozent auf 14,9 Millionen gestiegen. Mitglieder besuchen die Starbucks Stores in der Regel häufiger als Kunden, die nicht Mitglied sind, und geben dort auch mehr Geld aus. Deshalb will die Kaffeehauskette ihre Marketingsaktivitäten nun vermehrt auf die Kunden ausrichten, die monatlich ein- bis fünfmal ein Starbucks Store besuchen.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.