Streichliste: Schlecker schließt rund 2010 Filialen

Für die Schlecker-Mitarbeiter und viele Gemeinden ist es eine Liste des Schreckens, die der Insolvenzverwalter jetzt veröffentlichte: Die insolvente Drogeriekette schließt rund 2010 Filialen im gesamten Bundesgebiet.

Text: Frauke Schobelt

Es trifft viele Städte und Gemeinden quer durch das Bundesgebiet: Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker hat am Mittwoch eine vorläufige Liste mit den Filialen veröffentlicht, die geschlossen werden. Von bis zu 2.400 betroffenen Läden der derzeit vorhandenen 5.400 Filialen war im Vorfeld die Rede, auf der roten Liste des vorläufigen Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz stehen jetzt vorerst rund 2010 Filialen.

Darunter sind zahlreiche Filialen in Großstädten aber auch Läden in kleinen Städten und Dörfern. Regionale Medien - wie etwa die Südwest Presse - beklagen jetzt den möglichen Wegfall von Arbeitsplätzen und auch Lücken in der Nahversorgung. Dabei hatte gerade die flächendeckende Verbreitung Schlecker groß gemacht, auch der neue von Grey entwickelte Slogan "For you. Vor Ort" sollte die Nähe zum nächsten Schlecker-Markt verdeutlichen.

Wieviele Arbeitsplätze konkret betroffen sind, teilte Schlecker noch nicht mit. Darüber entscheide der Sozialplan. Die Kette informierte die Mitarbeiter am Dienstag und veröffentlichte die Liste im Schlecker-Blog, in dem das Unternehmen offen über die Insolvenz schreibt. Lob für das Kommunikationsverhalten und die Nutzung von Social Media gibt es für Schlecker von Social-Media-Experte Klaus Eck. Das Interview von Lead Digital lesen Sie hier.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.