Nielsen Trade Dimensions :
Studie: Edeka ist größter deutscher Lebensmittelhändler

Der größte deutsche Lebensmittelhändler 2015 ist die Edeka-Gruppe. Das zeigt die aktuelle Studie der Nielsen Trade Dimensions zur Lebensmittelbranche. Die wächst.

Text: Markus Schmelzer

Edeka hält den größten Marktanteil der Branche.
Edeka hält den größten Marktanteil der Branche.

Der größte deutsche Lebensmittelhändler 2015 ist die Edeka-Gruppe. Das zeigt die aktuelle Studie der Nielsen Trade Dimensions zur Lebensmittelbranche. Demnach ist der deutsche Lebensmittelhandel 2015 um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Der Gesamtumsatz der Branche belief sich 2015 auf 256,7 Milliarden Euro. 

Die fünf stärksten Lebensmittelhändler halten dabei laut Nielsen einen Marktanteil von 72,1 Prozent. Spitzenreiter war 2015 die Edeka-Gruppe. Diese erwirtschaftete mit einem Marktanteil von 20,7 Prozent einen Umsatz von 53,2 Milliarden Euro. Den zweiten Platz belegte Rewe mit einem Marktanteil von 15,4 Prozent. Der Umsatz konnte um 3,0 Prozent auf 39,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Die Ränge drei bis fünf teilen sich die Schwarz-Gruppe, die Metro-Gruppe und die Aldi-Gruppe. Bei den Gütern des täglichen Bedarfs zeigt sich ein ähnliches Bild.

Am stärksten wuchs das Segment Biohandel. Die drei Unternehmen Bio Company, Dennree und der Großhändler Weiling erzielten sogar zweistellige Wachstumsraten. Auch der Markt rund um die Discounter kann auf ein gutes Jahr zurück blicken. Mit einer Wachstumsrate des Gesamtmarktes von 2,4 Prozent konnte der Umsatz insgesamt um knapp 1,8 Milliarden Euro gesteigert werden. 

Die Drogeriemärkte zeigten 2015 weiterhin ein solides Wachstum. Laut Nielsen Trade Dimensions konnte DM im Vergleich zum Vorjahr den Umsatz um 9,8 Prozent steigern. Auch der Wettbewerber Rossmann erzielte ein Plus von 6,4 Prozent.  

Für 2016 erwarten die Händler wenig Veränderung. Von den fünf größten Unternehmen der Branche werden deutliche Steigerungen erwartet. Für Kaiser's Tengelmann und die Metro-Gruppe sehen die Prognosen von Nielsen Trade Dimensions eher düster aus. Grund dafür sind laufende Übernahme-Gespräche und ein schleppendes Groß- und Einzelhandelsgeschäft. Insgesamt wird mit einer Stagnation oder auch leichten Gewinnen gerechnet.