Olivia Jones :
Takko wirbt mit Deutschlands bekanntester Dragqueen

Neue Agentur, neue Kampagne, neues Testimonial: Der Textil-Discounter ändert seine Werbestrategie.

Text: Daniela Strasser

Als neues Takko-Testimonial soll Olivia Jones die Marke sympathisch machen.
Als neues Takko-Testimonial soll Olivia Jones die Marke sympathisch machen.

24 Monate hat sich der Textildiscounter Takko Zeit für die eigene Neuerfindung gegeben. Er baute die Filialen um, machte seine Kollektionen etwas modischer, kümmert sich um den Onlineshop - und vor allem darum, Ruhe ins eigene Haus zu bringen. Die Jahre zuvor waren für den Konzern unruhig und unter anderem von diversen Geschäftsführerwechseln geprägt gewesen. Seit Herbst vergangenen Jahres führt Arnold Mattschull das Unternehmen als CEO, er hatte den Posten schon einmal von den Jahren 2004 bis 2008 inne. 

Ihm zur Seite stehen im Führungskreis Thomas Helmreich (Chief Financial Officer), Alexander Mattschull (Chief Product Officer und Sohn von Arnold Mattschull) und Ulrich Eickmann (Chief Sales Officer). In Eickmanns Ressort fallen Marketing und die Werbung, er verantwortet auch die neue Kampagne des Unternehmens, die am 11. September startet. 

Die Hauptrolle spielt ins insgesamt drei Spots Olivia Jones, Deutschlands bekannteste Dragqueen. Sie tritt als gute Fee auf, die die passenden Klamotten herbeizaubert, wenn die eigenen Sachen kaputt gehen beziehungsweise untragbar werden, weil man beispielsweise Essen verschüttet.

„Wir mussten uns neu positionieren, wir hatten die Spur und den Draht zum Kunden verloren“, sagt Ulrich Eickmann im Gespräch mit W&V Online über die vergangenen Jahre. Zu Wahl des neuen Testimonials meint er: "Olivia Jones ist auffällig und wahnsinnig sympathisch. Über 90 Prozent der Menschen in Deutschland kennen sie."

Die beiden weiteren Spots sollen ebenfalls noch im Lauf dieses Jahres zu sehen sein, zusätzlich soll das Konzept online und in die sozialen Netzwerke hinein verlängert werden. Agenturseitig betreut die Düsseldorfer Agentur Isobar die Kampagne, sie hatte den Pitch für sich entschieden. Vorheriger Betreuer war Aimaq von Lobenstein in Berlin.


Autor:

Daniela Strasser, W&V
Daniela Strasser

Redakteurin bei W&V. Interessiert sich für alles, was mit Marken, Agenturen, Kreation und deren Entwicklung zu tun hat. Außerdem schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Neuerdings sorgt sie auch für Audioformate: In ihrem W&V-Podcast "Markenmenschen" spricht sie mit Marketingchefs und Media-Verantwortlichen über deren Karrieren.