5G-Offensive :
Telekom-Chef Höttges tritt in Anzeige auf

Die Deutsche Telekom gibt sich als 5G-Vorkämpfer. Der Chef höchstpersönlich wendet sich in Zeitungsanzeigen an Kunden, Unternehmen und den Staat.

Text: Ulrike App

Die Deutsche Telekom inszeniert sich als Vorreiter für 5G.
Die Deutsche Telekom inszeniert sich als Vorreiter für 5G.

Telekom-Chef Timotheus Höttges wendet sich in einer textlastigen Zeitungsanzeige an Unternehmen, Kunden und den Staat.

Er schreibt: "Wir wollen die leistungsfähigste Digital-Infrastruktur für Deutschland. Dieses Ziel wollen wir gemeinsam mit der Politik und den investitionswilligen Unternehmen verwirklichen! Wir wollen die Digitalisierung in Deutschland voranbringen: Gemeinsam mit der öffentlichen Hand, in dem wir die Verwaltung digitalisieren. Gemeinsam mit der Industrie, in dem wir den Standort Deutschland zukunftsfähig machen. Wir wollen den Menschen in Deutschland die digitale Teilhabe ermöglichen. In den Städten und auf dem Land. Breitband für Millionen statt digitaler Spaltung. Denn wir sind erst zufrieden, wenn alle #DABEI sein können."

Danach folgt ein Acht-Punkte-Programm zum Thema 5G. Das Unternehmen schaltet das Motiv (Kreation: FischerAppelt) am Wochenende unter anderem in der FAZ, SZ, Handelsblatt, Tagesspiegel, Welt und Bild am Sonntag (Media: Mindshare, Frankfurt). 

Die Deutsche Telekom hat erstmals eine Zusage für den Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration (5G) in der Fläche abgegeben. Bis zum Jahr 2025 werde man 99 Prozent der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche mit 5G versorgen, verspricht Höttges.

Die Telekom werde trotz Unternehmensschulden in Höhe von über 50 Milliarden Euro jedes Jahr 5,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Netzwerke mit Glasfaser und modernen Mobilfunktechniken stecken, kündigte der Konzernchef an. In diesem Betrag seien die Summen für den Erwerb von Mobilfunkspektrum bei der 5G-Auktion im kommenden Jahr nicht enthalten.

Der Acht-Punkte-Plan umfasst eine Konferenz, die Netzbetreiber und Anwender an einen Tisch bringen soll. Die für 5G notwendige Infrastruktur will die Telekom gemeinsam mit anderen Netzbetreibern nutzen, insbesondere auf dem Land. Höttges verwies auf eine aktuelle Vereinbarung mit Telefónica (O2), mit der rund 5000 Antennenstandorte von Telefónica an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen werden.

Ziel der Telekom sei es, 100 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Geschwindigkeiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde zu versorgen. Derzeit könnten 24,4 Millionen Haushalte von insgesamt rund 40 Millionen Haushalten ein entsprechendes Telekom-Produkt buchen. Ein Pegelanzeiger in der Bonner Konzernzentrale der Telekom soll den Fortschritt künftig sichtbar dokumentieren.

Die Zeitungsanzeige der Telekom.

Die Zeitungsanzeige der Telekom.


Autor:

Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.