Versandhandel :
Telekom, Zalando und DHL testen Paket-Butler

Die Telekom, Zalando und DHL wollen bald den "Paket-Butler" anbieten. Etliche Kunden des Onlinehändlers müssen als Versuchskaninchen herhalten.

Text: Ulrike App

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Sich am Samstagvormittag in eine lange Schlange zu stellen, um ein Paket abzuholen, gehört wohl nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen. Viele Unternehmen fahnden deshalb jetzt nach Lösungen, wie die bestellte Ware doch gleich im eigenen Heim landet. Jetzt mischt auch die Deutsche Telekom mit. Gemeinsam mit Partnern entwickeln die Bonner ein neues Angebot: den Paket-Butler. Dabei handelt es sich um ein Behältnis, das man an der Haustür anbringen und abschließen kann. Die Zusteller der DHL könnten darin Pakete ablegen oder auch abholen. Als Versuchskaninchen dienen 200 Kunden des Online-Händlers Zalando. Diese werden Anfang 2015 in Berlin das Produkt testen, ein konkreter Termin für den Marktstart steht noch nicht.

Die DHL selbst hat seit Frühjahr 2014 einen relativ großen Paket-Kasten im Angebot, den man sich in den Vorgarten stellen kann. Selbst die Automobilmarke Volvo erprobt momentan, ob ein Kofferraum als Packstation-Ersatz dienen könnte. Die jetzt angekündigte Lösung dürfte eher für Städter beziehungsweise Nicht-Hausbesitzer gedacht sein. Thomas Ogilvie, Mitglied der Geschäftsführung bei DHL Paket Deutschland, hofft: "Damit können Versender wie Paketdienstleister die Kundenzufriedenheit weiter erhöhen."

Die Deutschen Telekom hat den Paket-Butler zusammen mit dem Unternehmen Hyve Innovation Design entwickelt. Der Telco-Konzern agiert als Provider, Lizenzgeber und Partner der Lösung. Die Feldsechs Service Gesellschaft produziert und vermarktet den mobilen Paket-Kasten.


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Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.



6 Kommentare

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Anonymous User 11. September 2014

Ich wohne in einem Haus mit 112 Parteien. In der Regel ist es seit ein paar Monaten so, dass der erste der die Tür aufmacht alle Pakete bekommt die im Haus zu verteilen sind - egal, ob man selbst da ist, oder nicht.
Hoffentlich stellt das System sicher, dass der Zusteller nicht alles da rein stopft was rein passt. Für ihn wäre es sicher cool. Dann muss er nicht mehr erst betteln, ob man das Paket für den Nachbarn auch annehmen würde.

Anonymous User 10. September 2014

3-5 Briefe gehen ja locker in den Briefkasten. Aber passt die gleiche Anzahl von Pakerten auch in den Buttler. Und ich bin auch nicht sicher, ob ich damit meine Hausfront verschandeln möchte. Demnächst erleben wir noch die Wiedergeburt der Rohrpost. ;-)

Anonymous User 10. September 2014

3-5 Briefe gehen ja locker in den Briefkasten. Aber passt die gleiche Anzahl von Pakerten auch in den Buttler. Und ich bin auch nicht sicher, ob ich damit meine Hausfront verschandeln möchte. Demnächst erleben wir noch die Wiedergeburt der Rohrpost. ;-)

Anonymous User 10. September 2014

das heisst dann aber, dass der onlineshop, bei dem ich bestelle, das anbieten muss... funktioniert also nicht bei jedem onlineshop :-(

bin aber mal gespannt wie die zalando-kunden das neue system in der praxis bewerten.

Anonymous User 10. September 2014

Das ist richtig, in Berlin gibt es bereits die Lockbox mit der man seine Pakete direkt an die Tür bekommt. Zum Beispiel bei Kochzauber!!

Anonymous User 10. September 2014

Eine spannende Idee, aber ich glaube das gibt es schon: www.lockboxsystem.com. Hab mich da auch schon registriert und nutze es regelmäßig.
Bleibt die Frage, wie sicher das Ganze ist. Lockbox verwendet ja Hartplastik-Boxen und Edelstahl. Außerdem kann man hier nur ein Paket reinlegen und es gibt keine Isolierung, wie bei der Lockbox.
Man darf gespannt sein, welches System sich durchsetzen wird!

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