Während das Online-Geschäft boomt, ist das Wachstum im klassischen Filialgeschäft deutlich weniger dynamisch. Europaweit stiegen die Umsätze lediglich um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die laufende Modernisierung des Filialnetzes trage jedoch Früchte, betonte das Unternehmen. In modernisierten Filialen verzeichne Douglas zweistellige Umsatzzuwächse. Bis Ende des Kalenderjahres sind alle 2.400 Stores in Europa auf den neuen Look umgerüstet. Geplant sind außerdem weitere Flagshipstores wie etwa in Berlin, die eine breite Palette an Premium- und Trendmarken bieten, aber auch kosmetische Beratung und Behandlungen. 

Tina Müller, Douglas Group CEO: "Durch gezielte Investitionen in die Digitalisierung, in unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie in die Verjüngung und Premiumausrichtung der Marke sind wir die erste Anlaufstelle für Beauty."

Zur neuen Strategie zählt auch das verstärkte Angebot an Premium-Eigenmarken. Dabei geht es sowohl um Naturkosmetik als auch um medizinische Gesichtspflege und Nahrungsergänzungsmittel. "Produkte dieser Linien gehören zu unseren zehn bestverkauften Produkten im deutschen Markt", sagt Susanne Cornelius, Douglas Group CMO. Den Umsatz mit den margenstarken Eigen- und Exklusivmarken steigerte das Unternehmen um 9,4 Prozent auf 620 Millionen Euro.

Exklusive Kooperation mit Kylie Jenner im Frühjahr 2020

Fürs kommende Jahr kündigte Müller einen prominenten Neuzugang an: die Marke Kylie Skin, hinter der die US-Schauspielerin und Social-Media-Größe Kylie Jenner aus dem Kardashian-Clan steckt. Der Launch wird die größte Markteinführung von Hautpflegeprodukten im Jahr 2020 sein. 

Trotz des Wachstumsschubs fiel der Gewinn des Parfümerie-Imperiums unter dem Strich mit gut 17 Millionen Euro eher mager aus. Doch gelang Douglas immerhin die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von fast 300 Millionen Euro ausweisen müssen, was nicht zuletzt an den Kosten der Parfumdreams-Akquise gelegen haben dürfte.

am/mit dpa


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W&V Redaktion
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