Fußball-Pokalfinale :
Trigema ärgert DFB mit Überflieger-Werbung

Trigema-Chef Grupp freut sich wie ein Schneekönig über sein neues Riesen-Luftschiff, das er beim Pokalfinale über dem Olympiastadion kreisen ließ. Er will versuchen, weitere Top-Spiele zu "überfliegen". Selbst dann, wenn sich die Clubs oder Verbände darüber ärgern.

Text: Markus Weber

Trigema hatte am vergangenen Samstag diesen Auftritt über dem Olympiastadion.
Trigema hatte am vergangenen Samstag diesen Auftritt über dem Olympiastadion.

Trigema-Chef Wolfgang Grupp freut sich wie ein Schneekönig über sein neues Riesen-Luftschiff, das er beim Pokalfinale über dem Berliner Olympiastadion kreisen ließ. Es war die Jungfernfahrt des riesigen, 41 Meter langen Werbemittels, dessen Bau Grupp vor einem Jahr selber in Auftrag gab. Ab sofort will der Trigema-Chef versuchen, auch weitere interessante Top-Spiele zu "überfliegen". Selbst dann, wenn sich die Clubs oder Verbände darüber ärgern sollten.

Der DFB habe am vergangenen Samstag in Berlin jedenfalls sofort einen Hubschrauber aufsteigen lassen, um herauszufinden, ob das Luftschiff überhaupt mit Genehmigung unterwegs war. "Die haben sich sicher geärgert, dass wir indirekt eine kostenlose Werbung hatten", sagt Grupp jetzt im Interview mit Süddeutsche.de. Aber Trigema hatte sich die erforderliche Genehmigung eingeholt.

Kürzlich hat Grupp den berühmten Trigema-Schimpansen nach 25-jährigem Dauereinsatz (zur Best-Minute vor der "Tagesschau") vorläufig in Rente geschickt. Aber nicht ganz: Vorne auf dem Bauch des Luftschiffs ist er noch zu sehen. "Vielleicht bauen wir ihn auch in irgendeiner Weise noch am Schluss des neuen TV-Spots mit ein", meint Grupp gegenüber Süddeutsche.de. "In Zukunft werden wir aber nicht mehr mit echten Tieren arbeiten, sondern mit einer 3-D-Animation."

Selbst in Burladingen auf der Zollernalb gehen sie schließlich mit der Zeit.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.


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