Toleranzkampagne :
Tullamore wirbt mit politischer Botschaft

Rückkehr ins Fernsehen. Tullamore kommt in Deutschland seit Langem erstmals wieder mit einem TV-Spot und präsentiert einen neuen Blend. Ein Plädoyer auch für kulturelle Vielfalt.

Text: Conrad Breyer

Tullamore D.E.W. sieht sich als Whiskeymarke einer offenen Gesellschaft verpflichtet.
Tullamore D.E.W. sieht sich als Whiskeymarke einer offenen Gesellschaft verpflichtet.

Wenn Vieles zusammenkommt, kann viel Gutes daraus werden. Das gilt für Whiskey - wenn im Fall von "Beauty of Blend" Pot Still, Grain und Malt Whiskey eine zärtliche Liaison eingehen - das gilt aber auch für eine moderne und offene Gesellschaft. Tullamore D.E.W. (William Grant & Sons) kehrt mit einem couragierten Werk zurück ins deutsche Fernsehen.

Der Spot "Danny Boy" aus der Feder von Opperman Weiss, einer New Yorker Werbeagentur, inszeniert mit einem ironischen Unterton das Gelage dreier Männer in einer irischen Bar. Es ist mehr ein Sit-in, stilecht, heimelig, bis sich frech ein neuer Gast dazuschleicht, charmant ablenkt und sich ein Glas "Blend" stibitzt. Alle Protagonisten haben eine anderen Background. Der Film ist Teil einer integrierten Kampagne und setzt ein Zeichen für Menschlichkeit.

Hier der Clip:

"Wir glauben daran, das kulturelle Vielfalt die Welt zu einem besseren und interessanteren Ort macht. Das Leben wird vielfältiger, wenn verschiedene Elemente und Kulturen zusammenkommen", sagt Thomas Daamen, Marketing Director von Campari Deutschland in Hamburg. Campari vertreibt den Whiskey Tullamore in Deutschland.

Marken mit Migrationshintergrund

Tullamore bringt seit Generationen Leute mit unterschiedlichem kulturellen Background zusammen, die Marke wird seit ihrem Gründungsjahr 1829 davon geprägt. Die Kampagne ist online unter dem Hashtag #IAMBLEND zu finden. Auf der Microsite gibt es mehr zur Geschichte der Marke zu erfahren.

Seit Donald Trump den Präsidentenposten der USA innehat, haben zuletzt einige Getränkemarken Werbung mit einer politischen Botschaft verknüpft, so Anheuser-Busch, Pepsi und Heineken. Bei Pepsi ging das allerdings schief.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.