Strategiewechsel :
Tupperware ab sofort online zu haben

Neuer Vertriebsweg für Tupperware: Die bunten Haushaltswaren aus Plastik lassen sich jetzt auch online bestellen.

Text: W&V Redaktion

Die Warmie-Tup-Servier-Serie.
Die Warmie-Tup-Servier-Serie.

Hat die Tupperparty bald ausgedient? Diesen Anschein will das US-Unternehmen Tupperware unbedingt vermeiden, auch wenn die Beschaffung der Haushaltshelfer durch den neuen Onlineshop  nun wesentlich einfacher ist. "Auf dem deutschen Markt erleichtern wir somit den Zugang zur Marke und folglich auch den Zugang zur Tupperparty", sagt Christian Dorner, Geschäftsführer von Tupperware Deutschland dem Handelsblatt. Deutschland ist dabei nicht der erste Markt, in dem Tupperware sich dem E-Commerce öffnet. In den USA und China sowie einigen anderen Ländern hat der Direktvertriebler das Konzept bereits getestet.

Von einer anderen Idee hat sich Tupperware allerdings weitgehend verabschiedet - zumindest in Europa, wo die Innenstadtmieten sehr hoch sind. Die geplanten Tupper-Studios werden nicht so schnell kommen. In den asiatischen Märkten waren sie vor allem als Alternative zur Tupperparty in den eigenen vier Wänden gedacht. "Ob, wann und wo wir Studios einrichten, hängt davon ab, wie ein mögliches Konzept ausgestaltet wird und dann auch zu unserer Philosophie passt", lässt Tupperware Deutschland mitteilen. Stattdessen dienen die Bezirkshandlungen als Anlaufstelle für Kunden und die Party-Manager.

Diese bleiben weiter wichtig - und profitieren auf mehrere Arten vom neuen Onlineshop: "Bei jedem Verkauf im Webshop verdienen die Party-Manager mit. Diese zusätzliche Einnahmequelle steigert die Attraktivität der Tätigkeit als Party-Manager bei Tupperware erheblich."

In Deutschland traten die Tupperware-Produkte 1962 ihren Siegeszug an. Die Markenbekanntheit liegt bei rund 90 Prozent. Earl Silas Tupper, Gründer und Namensgeber von Tupperware, designte bereits in den 40er Jahren die "Wonderlier bowl" ("Wunderschüssel"), das  erste und auch heute noch verkaufte Tupperware-Produkt. 1951 starteten die ersten Tupperpartys, der Aufschwung der Marke begann.

"Die Produktpalette von Tupperware wurde in den vergangenen Jahrzehnten konsequent weiterentwickelt und reicht heute weit über die klassischen Tupperware-Behälter hinaus. Stromlose Küchenmaschinen, moderne Produkte für Mikrowelle und Backofen stehen heute im Fokus", so Dorner. "Dabei bleibt Tupperware den Grundprinzipien des Earl Tupper immer verbunden. Höchste Qualität, Langlebigkeit und intelligente Funktionalität, verbunden mit einem anspruchsvollen Design, sind weiterhin die DNA jedes Tupperware-Produkts."

Die Tupperware Brands Corporation mit Sitz in Orlando/Florida hat außerdem noch Marken wie Avroy Shlain, BeautiControl, Fuller Cosmetics Armand Dupree, NaturCare, Nutrimetics und Nuvo im Portfolio. Tupperware ist in fast 100 Ländern weltweit erhältlich. Der Gesamtumsatz 2016 summierte sich auf 2,2 Milliarden Dollar. Die europäischen Märkten machen rund ein Viertel aus (559,4 Millionen Dollar).


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W&V Redaktion
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