Fitness-Kampagne :
Umstrittene Kampagne: Wieden & Kennedy zieht blank

Perfekte Körper, modellierte Waschbrettbäuche, Gruppensex und nackte Still-Busen: Wieden & Kennedy zeigt für die Fitnesskette Equinox provokantes Bildmaterial.

Text: Anja Janotta

06. Jan. 2016 - 5 Kommentare

Perfekte Körper, modellierte Waschbrettbäuche, Gruppensex und nackte Still-Busen: Wieden & Kennedy zeigt für die Fitnesskette Equinox provokantes Bildmaterial. Dazu hat sich Wieden & Kennedy New York nicht nur den Star-Fotografen Steven Klein an Bord geholt, sondern auch lauter gutaussehende Promi-Sprösslinge, die nah auf ihre perfekten Bodys zoomen lassen. So ist unter anderem Bianca Van Damme, Tochter von Jean Claude Van Damm als Femen-Aktivisten inszeniert worden. Lydia Hearst, Urenkelin des Medien-Tycoons William Randolph Hearst, stillt in der Öffentlichkeit eines Restaurants Zwillinge. Weitere Motive zeigen einen Mann, der scheinbar Bargeld verspeist, eine Gruppe von fünf perfekten Körpern beim Gruppensex und eine Frau mit überlangen Beinen, die in einer Küche mit Nacktkatzen posiert.

"Commit to something" sollen die Bilder vermitteln - die Kunden der Luxus-Fitnesskette sollen sich auf etwas festlegen, sich engagieren, nicht weiter im Unentschiedenen durch das Jahr 2016 lavieren. 2016 markiert für Equinox außerdem ein Jubiläum - in diesem Jahr feiert die Kette ihr 25-jähriges Jubiläum. "Bei Equinox geht es um Engagement - wir sind davon besessen und wir fordern unsere Mitglieder auf, zu wissen wer sie sind und für was sie stehen," kommentiert Equinox-Marketing-Chef Carlos Becil den Vorstoß. Auch Starfotograf Klein verteidigt die Kampagnenidee: "Es ist die Aufgabe von Werbung, moderne Trends und soziale Themen aufzugreifen."

Die Provokation indes scheint gelungen zu sein. Wobei weder das Gruppensex-Motiv noch das Essen von Banknoten einen echten Aufschrei hervorgerufen haben, sondern die Diskussion, ob es erlaubt sein soll für Mütter, ihre Kinder in der Öffentlichkeit zu stillen. Nicht allein das hat einige Kritiker auf den Plan gerufen, sondern ebenso die Tatsache, dass das Model Lydia Hearst selbst gar nicht Mutter sei. Unterstützung kam unter anderem von Aktivisten-Verbände wie die La Leche League, die das öffentliche Stillen verteidigten.

Die Motive von Steven Klein im Einzelnen:


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



5 Kommentare

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Anonymous User 22. Januar 2016

Strunzdoof und vor allem zum Gähnen langweilig.

Anonymous User 15. Januar 2016

commit to something...
erinnert mich an den Dr. Martens claim
" what do you stand for"...

und Originale sind immer besser!

Anonymous User 6. Januar 2016

Ein Stil-Mix. Nix Neues. Newton, LaChapelle, Mondino. Fertig.

Anonymous User 6. Januar 2016

Alles nicht so schlimm. Man könnte sich nur aufregen, weil die Presse soviel über soviel Langweiliges schreibt.

Anonymous User 6. Januar 2016

W & K hin oder her, aber ich finde die Motive reichlich bemüht.
"Komm, wir machen jetzt mal was total Provokatives: einen Typ, der Geld frisst." Gähn.

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