Umstrittener Presserabatt: Telekom und G+J ziehen nach

Auch die Telekom will nicht mehr im Ruf des Journalistenbestechers stehen. Die Bonner streichen ihre Presserabatte. Auch G+J installiert neue Richtlinien für Redakteure.

Text: Anja Janotta

26. Mar. 2012

Auch die Telekom will nicht mehr im Ruf des Journalistenbestechers stehen. Die Bonner streichen ihre Presserabatte. In Kürze würden die Vergünstigungen auslaufen, sagte Konzernsprecher Frank Domagala gegenüber dem "Spiegel". Die Sonderkondtionen passten nicht mehr in die Zeit. Bislang erhielten Journalisten gegen Vorlage ihres Presseausweises einen 15-Prozent-Rabatt auf bestimmte Mobilfunkverträge. Jetzt würden keine neuen Verträge mit Sonderkonditionen mehr angeboten, ältere würden nicht verlängert, so der Sprecher.

Auch die Deutsche Bahn und Air Berlin hatten vergangene Woche ihre Vergünstigungen gestrichen.

Auch die Verlagshäuser reagieren sukzessive. Der Springer-Verlag hatte ebenfalls in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass die Redakteure vereinbart hätten, künftig keine Presserabatte mehr anzunehmen. Das Verlagshaus Gruner + Jahr zieht jetzt nach: Redakteure dürfen sich nur noch bis zu 40 Euro einladen lassen, so eine neue interne Richtlinie, die das "Hamburger Abendblatt" zitiert.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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