Werbestreit :
Ungarn will Heineken-Logo verbieten

Das rote Sternlogo von Heineken hat ein Problem in Ungarn. Die Regierung plant ein Gesetz, nach dem nationalsozialistische und auch kommunistische Symbole verboten werden. Das träfe auch den charakteristischen Stern.

Text: Anja Janotta

Heinekens Stern soll verboten werden.
Heinekens Stern soll verboten werden.

Das rote Sternlogo von Heineken hat ein Problem in Ungarn. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán plant ein Gesetz, nach dem nationalsozialistische und auch kommunistische Symbole verboten werden. Die Benutzung dieser Symbole stünde dann unter Strafe. Die neue Regelung beträfe dann auch den Stern im Heineken-Logo, das dann in Ungarn nicht mehr legal genutzt werden dürfte.

Seit längerem, so schreibt die "Süddeutsche Zeitung", liegen Heineken und die ungarische Regierung im Clinch. Mit dem neuen Gesetz bekommt die Auseinandersetzungen noch mal einen Extra-Schub. Denn, so zitiert die Zeitung die ungarische Regierung, der Stern von Heineken habe "offensichtlich politische Bedeutung".

Die politische Dimension liegt allerdings wohl eher in der Vorgeschichte: Die Regierung in Budapest hat zu einem Boykott von Heineken aufgerufen, nachdem die Brauerei einen Namensstreit um die Marke Csiki Sör gewonnen hatte. Außerdem ist auch Ungarn an dem Protest mehrerer osteuropäischer Staaten beteiligt. Sie werfen verschiedenen Markenherstellern vor, in Osteuropa andere Rezepturen zu verwenden, die einen höheren Wasseranteil oder minderwertiger Zutaten aufweisen. Laut der "Süddeutschen Zeitung" kursieren Gerüchte, dass Orbán diese  Lebensmittelproduzenten ebenfalls mit Strafgebühren belegen will.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.