Wie viele Jobs konzernweit auf der Streichliste stehen, ließ der Vorstand offen. Der Abbau werde aber vor allem die Führungsebenen betreffen, sagte Polman. Stark fallen die schon angekündigten Kürzungen bei der Werbung aus. Die Ausgaben dafür will das Management um 30 Prozent senken.

Unilever gehört zu größten Werbekunden weltweit. Für Deutschland weist Nielsen von Januar bis Dezember 2016 Bruttospendings in Höhe von rund 208 Millionen Euro aus, damit landet Unilever auf dem neunten Rang in der Liste der Top-Ten-Werbekunden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte Unilever sein Werbebudget um mehr als 16 Prozent. Der größte Werbekunde Procter & Gamble erhöhte dagegen seine Spendings um 62 Prozent auf rund 867 Millionen Euro. Wenn Unilever die Werbebudgets weiter kappt, wird das Unternehmen aus den Top Ten der Werbungtreibenden wohl rausfallen. 

Trennung von Brotaufstrich-Geschäft

Den Rotstift setzt die Unilever Führung auch bei der grundsätzlichen Organisation des Konzerns an, der gleichzeitig als niederländische und britische Aktiengesellschaft aufgestellt ist. Die komplexe Struktur erschwere etwa die Trennung vom Brotaufstrich-Geschäft.

Unilevers US-Rivale Kraft Heinz hatte das Unternehmen Anfang des Jahres mit einer 143 Milliarden US-Dollar (134 Mrd Euro) schweren Übernahmeofferte überrascht. Allerdings bissen die Amerikaner bei Unilever auf Granit und gaben den Versuch wenig später auf. (fs/dpa)


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W&V Redaktion
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