Unterhosen-Werbung zur EM: Bricht Däne Werbeverbot der Uefa?

EM total: Wer die Unterhose zeigt, beweist schlechten Geschmack - oder mangelndes Urteilsvermögen, wenn er Fußballspieler ist, auf dem Hosenbund Werbung trägt und Millionen dabei zuschauen. Ob das Zeigen des Schlüpferrandes von Nicklas Bendtner aus Dänemark zu beanstanden ist, entscheidet nun die Uefa.

Text: Susanne Herrmann

14. Jun. 2012

Wer die Unterhose zeigt, beweist schlechten Geschmack - oder mangelndes Urteilsvermögen, wenn er Fußballspieler ist, auf dem Hosenbund Werbung trägt und Millionen dabei zuschauen, wie er sie bei einem EM-Spiel herzeigt. Und im Werbewert unbezahlbar: Ob das Zeigen des Schlüpfergummis von Nicklas Bendtner aus Dänemark zu beanstanden ist, entscheidet nun die Uefa. Wegen der Aufschrift auf seiner Unterhose droht dem dänischen Stürmerstar möglicherweise Ärger mit der Europäischen Fußball-Union. Ein schöner Anblick war es aber allemal.

Der 24-Jährige hatte am Mittwoch nach seinem Tor zum 2:2-Ausgleich gegen Portugal (2:3) beim Jubeln sein Trikot hochgezogen und damit den Bund seiner Unterhose entblößt. Sichtbar wurde Schriftzug der irischen Wettfirma Paddy Power, die einem Freund von ihm gehört. Die Uefa muss nun entscheiden, ob es sich dabei um plumpe Werbung handelte, die den Spielern bei der EM strikt untersagt ist. Bendtner selbst meint: "Ich habe die Hose von einem Kumpel geschenkt bekommen. Sie sollte mir nur Glück bringen."

Nun rollt das Thema durch die Medien und beschert Paddy Power so viel Aufmerksamkeit wie noch nie. Tweets blubbern, selbst Cristiano Ronaldo News twitterte dazu, die Medien weltweit von "Welt" über "Morgenpost" bis "Ran", Football365.com und Chronicle berichten munter. Schlüpfer: 15 Euro. Medienecho und Werbewert: unbezahlbar. (dpa/sh)


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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