US-Plakatkampagne: Atheisten rekrutieren Muslime und Juden

Mit einer Plakatkampagne stürzt sich die Organisation American Atheists in den Kulturkampf. Dabei sorgen die Aktivisten für Zündstoff: Denn Zielgruppe sind amerikanische Juden und Muslime.

Text: Sebastian Blum

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Die US-Organisation American Atheists braucht scheinbar Nachwuchs - zumindest beim Betrachten der Fanzahlen auf Facebook: Auf 52.000 Anhänger der Aktivisten kommen zum Beispiel sieben Millionen Mitglieder der Seite "I'm a Muslim and I'm Proud" (Ich bin Moslem und stolz). In ihrer neuen Plakatkampagne wenden sich die Aktivisten gezielt an Juden und Muslime. Dabei bleiben Spannungen nicht aus.

Schauplatz der Aktion ist das Gebiet um New York und der Bundesstaat New Jersey: In jüdischen oder muslimischen Gegenden werben die Plakate der Organisation mit dem Claim "Du weißt, es ist ein Mythos... und du hast die Wahl." Um die Reichweite der Kampagne zu erhöhen, gibt es den Slogan auch in Arabisch und Hebräisch. Die Interessierten lädt American Atheists zum säkularen Gipfel Reason Rally in Washington DC ein.

Dave Silverman, Präsident des Verbands, will jedoch nach eigenen Angaben Gläubige nicht verletzen. Vielmehr wende man sich mit der Kampagne an Atheisten, die durch ihre kulturelle Zugehörigkeit in religiösen Gemeinden gefangen seien, schreibt der engagierte Blogger auf der Seite von "The Guardian". Man lasse sich aber auch nicht von Kritikern einschüchtern, fährt er fort und legt nach: "Wenn Pepsi sich von Cola sagen lässt, wo ihre Werbung platziert werden soll, sagt uns Bescheid. Vielleicht überlegen wir es uns dann anders."

Doch trotz aller Chuzpe müssen die Aktivisten auch Niederlagen hinnehmen. Der Versuch ihr Plakat im jüdischen Stadtteil Brooklyn aufzuhängen, ist vorerst gescheitert. Grund dafür, laut "Huffington Post": Der Widerstand des Hausbesitzers.


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