20 Jahre OWM :
Uwe Storch: 10 Wahrheiten über Werbung

"Jeder Kunde bekommt die Agenturen, die er verdient – meistens jedenfalls." W&V dokumentiert die zehn Werbe-Erkenntnisse von Ferrero-Mediachef Uwe Storch, die zum OWM-Jubiläum erschienen sind.

Text: W&V Leserautor

09. Nov. 2015 - 6 Kommentare

Seit 20 Jahren setzt sich die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) für Transparenz in der Werbung, Werbewirkungsforschung, faire Bezahlmodelle und den Code of Conduct ein. Uwe Storch, stellvertretender Vorsitzender der OWM und Head of Media Ferrero Deutschland, hat zum 20. Jubiläum des Verbandes zehn einfache Regeln zum Thema Werbung festgehalten:

1. Glaube nicht, nur weil du selbst twitterst, skypst, whatsappst, snapchatst, instagramst oder chattest, dass es deine Kunden auch tun!

2. Führe nicht immer das Medienverhalten deiner Kinder als bestes Beispiel für die digitale Transformation an!

3. Predige als Kunde keine Fairness zu deinen Agenturpartnern – lebe sie!

4. Versprich als Agentur in einem Pitch nie mehr, als du halten kannst!

5. Jeder Kunde bekommt die Agenturen, die er verdient – meistens jedenfalls.

6. Jede Agentur bekommt die Kunden, die sie verdient – meistens jedenfalls.

7. Habe stets eine kritische Distanz zu den am lautesten blökenden Schafen im medialen Dorf!

8. Denke immer daran: Mehr als 100 Powerpointcharts können tödlich sein!

9. Verstehe, was du sagst. Wenn du etwas nicht verstehst, behalte deine Worte besser für dich!

10. Glaube nicht, nur weil du mehr als 1.000 Follower hast, dass deine Tweets für andere wirklich wichtig sind!

Mehr zum 20-jährigen Jubiläum der OWM lesen Sie in einem Sonderheft in der aktuellen Ausgabe der W&V.


Autor:

W&V Leserautor

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6 Kommentare

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Anonymous User 10. November 2015

Amen. Punkt neun unbedingt mal beachten.

Anonymous User 9. November 2015

Erstaunlich finde ich Punkt 3... wenn denn dann einerseits als Verband Fairness gegenüber Agenturen gepredigt wird, Missstände gerügt werden und als Kundenvertreter zu genau diesen Maßnahmen angeregt wird um des individuellen Payfaktors halber .... da ist dann womöglich das Kundenhemd näher als die Verbandshose....

Anonymous User 9. November 2015

Erstaunlich finde ich Punkt 3... wenn denn dann einerseits als Verband Fairness gegenüber Agenturen gepredigt wird, Missstände gerügt werden und als Kundenvertreter zu genau diesen Maßnahmen angeregt wird um des individuellen Payfaktors halber .... da ist dann womöglich das Kundenhemd näher als die Verbandshose....

Anonymous User 9. November 2015

Boah, was für ein Festival der Binsenweisheiten – Dale Carnegie für Marketingtreibende.

Im übrigen gebe ich "Werbefuzzi" recht: Nicht erst mit 100, auch schon mit 70 PPT-Folien lassen sich die meisten Verantwortlichen zuverlässig in den Schlaf wiegen.

Anonymous User 9. November 2015

Eine Arbeit, die einem 20. Jubiläum äusserst würdig ist. Ich freue mich schon auf das Listicle zum 25. Geburtstag. Keep up the good work!

Anonymous User 9. November 2015

Na ja, das mit "10 Wahrheiten" zu übertiteln ist schon gnaz schön "dicke". Bei Pkt. 5+6 sind es eben doch nur Halbwahrheiten. Zu Pkt. 8: Die Schwelle liegt deutlich unter 100. Richtig gut ist Pkt. 9 - aber der gilt ja nicht nur für die Werbung sondern sollte immer behezigt werden - wird er aber (auch) bei Werbern nicht.

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