Durch den dritten europäischen Vereinswettbewerb würde sich die Zahl der jährlich teilnehmenden Mannschaften auf 96 Teams erhöhen: nämlich 32 pro Wettbewerb. Profitieren sollen die kleineren der 55 UEFA-Mitgliedsverbände, deren Vertreter so gut wie keine Chance mehr haben, sich für die Champions League zu qualifizieren - und die deshalb wirtschaftlich ums Überleben kämpfen.

Klar ist aber auch: Werden die (künftig) drei europäischen Wettbewerbe jeweils an den Wochenenden ausgespielt, käme das einer Abwertung der nationalen Meisterschaften gleich.

Andererseits ist seit längerem zu beobachten, dass die nationalen Ligen zunehmend langweiliger werden. In Italien hat Juventus Turin die letzten sieben Meisterschaften in Serie gewonnen. Der FC Bayern München bringt es in Deutschland auf sechs Meistertitel hintereinander.

Möchte sich der FC Bayern auf mittlere oder lange Sicht aus der Bundesliga verabschieden? Mancher wäre darüber möglicherweise gar nicht mehr so traurig. Eine W&V-Anfrage bei der Pressestelle des FC Bayern blieb bislang unbeantwortet.

Im vergangenen Jahr hatte FC-Bayern-Präsident Karl-Heinz-Rummenigge die ECA-Führung nach fast zehn Jahren an Agnelli abgegeben. In einem Interview mit der FAZ hatte er eine europäische Superliga unter Abspaltung der Top-Clubs "zumindest bis zum Jahr 2024" ausgeschlossen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.