Insbesondere Marken-Content verfehlt hierbei ihren Nutzen: 88 Prozent der deutschen Konsumenten erwarten, dass Marken relevante Inhalte bereitstellen; jedoch werden 60 Prozent des produzierten Content als bedeutungslos erachtet. Der in 2017 erfasste Wert, dass es den Befragten egal wäre, wenn über Nacht 74 Prozent der Marken verschwinden würden, steigert sich in der neuen Studie noch einmal um drei Prozentpunkte auf 77 Prozent – der höchste Wert seit Beginn der Umfrage-Erhebung in 2008.

55 Prozent der deutschen Konsumenten sind zudem der Meinung, dass Unternehmen heute eine wichtigere Rolle im Aufbau einer besseren Zukunft spielen als die Politik – und glauben daran, dass sie durch ihre Markenwahl und Kaufentscheidungen Einfluss auf diese ausüben können. Auch kaufen 77 Prozent der Befragten bevorzugt Marken, die ihre eigenen Werte repräsentieren.

Das sind die Meaningful Brands Marken in Deutschland: PayPal (1), dm (2), Samsung (3), Amazon (4), Miele (5), Ravensburger (6), Aldi (7), Lego (8), Lidl (9) und Siemens Hausgeräte (10). Die Automobilmarken Mercedes-Benz, BMW und Audi, die vor zwei Jahren noch in den Top fünf rangierten, rutschen 2019 in die Top 20 ab.

Die globale Studie Meaningful Brands erscheint zum zehnten Mal. Die Havas Group hat dafür mehr als 350.000 Konsumenten aus 31 Ländern zu 1.500 Marken befragt.


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Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.