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Mit den Äußerungen hat Rapunzel Naturkost jedoch nicht nur einige Kunden vergrault, sondern auch für Unmut unter den Händlern gesorgt. So hat die Schweizer Apothekenkette Coop Vitality nun angekündigt, Rapunzel-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Ähnlich erging es zuvor schon dem Vegan-Koch und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann, mit dem der Naturkostproduzent in der Vergangenheit auch eine Marketing-Kooperation hatte. Die Texte sind nicht mehr abrufbar, mittlerweile hat Joseph Wilhelm eine persönliche Stellungnahme auf der Firmenwebsite veröffentlicht. In diesen distanziert sich der Rapunzel-Chef jedoch deutlich von den Verschwörungstheorien des Promi-Kochs: "Die Aussagen und Auftritte von Attila Hildmann teilen und unterstützen wir von Rapunzel in keinster Weise", heißt es dort.

Rapunzel löscht Rezepte und Koch-Videos von Attila Hildmann

Zudem wird auch die weitere Kooperation mit Hildmann in dem Statement dementiert: "Seit 2015 besteht keine wirtschaftliche oder andere Zusammenarbeit zwischen Rapunzel Naturkost und Attila Hildmann. Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass Rapunzel zu keiner Zeit Produkte der Marke Attila Hildmann hergestellt oder vertrieben hat. Diese Aussagen sind schlichtweg falsch. Die Rezepte, die Attila Hildmann für Rapunzel entwickelt hat, standen jedoch weiterhin auf unserer Rezeptdatenbank. Denn für uns waren diese Rezepte sachliche und durchaus wertvolle Informationen für alle, die sich für die vegane Küche interessieren. Die Irritation darüber haben wir unterschätzt. Gleichzeitig nehmen wir diese sehr ernst und haben uns daher entschlossen, die Rezepte und Koch-Videos von und mit Attila Hildmann von unseren Webseiten und unserem Youtube-Kanal zu entfernen."

Und auch bezüglich einiger Äußerungen und Ausdrucksweisen ruderte der Unternehmer wieder zurück, da auch sie ihm "rückwirkend überzogen erschei­nen". Dass es einen Impfzwang nur über seine Leiche gäbe, habe er aus "persönlicher Betroffenheit" getätigt. "Da hat sicher meine Angst gesprochen, dass mir solche Maß­nahmen aufge­zwungen werden könnten. Ansonsten bleibt es natürlich jedem Menschen freigestellt, dies zu tun", stellte Wilhelm nun in der Stellungnahme klar.

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Autor:

© W&V
Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.