Was Berlin plant

Das Land Berlin will aus den Einnahmen des Werbevertrages den künftigen Toilettenbetreiber bezahlen. Der Senat erwartet jährliche Einnahmen in Höhe eines größeren zweistelligen Millionenbetrages.

Das vom Senat beschlossene Toilettenkonzept soll eine Reihe von Verbesserungen bringen. So soll es unter anderem mehr Unisextoiletten geben - mit neuartigen Urinalen, die von Frauen und Männern benutzt werden können (siehe Abbildung oben). Auch in Zukunft soll für die Nutzung öffentlicher Toiletten eine Gebühr erhoben werden - "zur Vermeidung von Fehlnutzungen", wie es heißt.

In Bezug auf die Gestaltung wird als Ziel ausgegeben, "eine Toilette zu schaffen, die zu einem Markenzeichen der Stadt wird, ebenso wie die Metrostationen in Paris, die Telefonzellen und Busse in London oder die historischen Café Achteck in Berlin".

Als Café Achteck werden die 1878 entworfenen, für die Hauptstadt lange Zeit sehr typischen Pissoirs bezeichnet, von denen es heute im gesamten Stadtgebiet allerdings nur noch 13 gibt.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.