3DExcite und Pixomondo :
Virtual-Reality-Ideen sind oft schwer zu realisieren

Beim Thema „Virtual Reality“ geraten die Marketer und Werber gerne ins Schwärmen. Doch viele Agenturen und Marken verkennen noch immer, dass die technischen Möglichkeiten nicht unbegrenzt sind.

Text: Leif Pellikan

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Virtuelle Auto-Präsentation für Citroën - der Kunde sitzt im oder steht vor dem Auto
Virtuelle Auto-Präsentation für Citroën - der Kunde sitzt im oder steht vor dem Auto

Beim Thema "Virtual Reality" geraten die Marketer und Werber gerne ins Schwärmen. Doch viele Agenturen verkennen noch immer, dass die technischen Möglichkeiten nicht unbegrenzt sind. Das macht sich bei Spezialisten wie 3DExcite bemerkbar. Bei Philip Hertel, Chef der Creative-Concept-Unit, türmen sich die Anfragen von Kunden und Agenturen. Die Hälfte ist kaum umsetzbar.

Gründe dafür sind ein falsches Verständnis von VR oder es handelt sich um technisch unrealistische Ideen. Das hat die andere Hälfte der Kunden und Agenturen offenbar verstanden. Sie wünschen sich von der Unit des französischen Großkonzerns Dassault Systèmes dreidimensionale Welten für Showrooms, Präsentationen und Messen.

Hertels Showcases umfassen beispielsweise die Auto-VR-Showrooms – mit dem virtuellen Erlebnis eines neuen Fahrzeugs in verschiedenen Konfigurationen und Ausstattungsvarianten. Kunden können sich so mithilfe der Brille in und um die Autos bewegen. Zu den Kunden von 3DExcite zählen nahezu alle großen Autohersteller. Manche wie BMW, Citroën und Audi rüsten ihre Händler flächendeckend auf. In New York eröffnete zudem vergangene Woche das Ford Hub experimental Center – mit einer VR-Installation von 3DExcite.

Die Technik überzeugt jedoch nicht solo. „Es geht künftig viel mehr um Storytelling“, sagt Hertel. Ein Produkt nur in VR zu inszenieren, werde schon bald keine Wow-Efekte mehr erzielen. Entsprechend komplexer und aufwendiger werden dann auch die Welten, die virtuell entstehen müssen. Das heißt beispielsweise, dass mehr Anwendungen und Nutzungsszenarien für das jeweilige Produkt generiert werden müssen. Trotzdem addieren sich die Kosten schnell auf sechsstellige Summen.

Nur die günstigen Varianten erzeugen schon längst keinen Wow-Effekt mehr. Das wissen auch andere Spezialisten wie Pixomondo, zu deren Aushängeschild die programmierten Drachen aus der TV-Serie "Game of Thrones" gehören und die deutlich aufzeigen, was heute im Bereich virtueller Welten möglich ist. Ganz schnöde für den Vertrieb kommt die Technik aber auch zum Einsatz. Für die Zugsparte von Siemens hat Pixomondo dagegen Züge visualisiert, die der potenzielle Kunde mit einer VR-Brille durchlaufen kann.

Mehr zu VR und über alternativen, die auch massenmarkt-kompatibel sind, lesen Sie im aktuellen Kontakter (Ausgabe 3/2017). Hier gehts zum Heft. 


Autor:

Leif Pellikan
Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach. 



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Anonymous User 13. Februar 2017

Beste VR Kampagne für Träume:

https://www.youtube.com/watch?v=f4y9GttEonk

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