Visionäre BMW und VW: Ausgezeichnet für Innovation

Die besten Neuheiten kommen aus Wolfsburg und München. VW (Konzern) und BMW (Marke) gewinnen den Automotive Innovations Award 2012, den das Institut CAM und die Unternehmensberatung PwC verleihen. Deutsche Autobauer schlagen sich sehr gut.

Text: Susanne Herrmann

10. May. 2012

Die besten Neuheiten kommen aus Wolfsburg und München. Volkswagen (Konzern) und BMW (Marke) gewinnen den Automotive Innovations Award 2012, den das Center of Automotive Management (CAM) und die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) verleihen. VW setzt sich in der Kategorie "Innovationsstärkster Automobilkonzern" durch, weil das Unternehmen, so das Gremium, unter anderem "überzeugte durch Anzahl, Qualität und Reifegrad der gezeigten Neuerungen". Als "Innovationsstärkste Marke" setzt sich BMW durch.

CAM-Direktor Stefan Bratzel ist stolz auf die deutschen Autobauer: "Die deutschen Automobilkonzerne haben im Vergleich mit dem Wettbewerb ihre Position als Innovationsführer deutlich ausgebaut." Das sei vor allem "in Zeiten eines technologischen Paradigmenwechsel eine wichtige Voraussetzung für zukünftiges profitables Wachstum", sagt der Experte. In der Rangliste der innovationsstärksten Konzerne im Jahr 2012 stehen nämlich erstmals seit Beginn der Studienreihe 2005 lauter deutsche Firmen auf den ersten drei Plätzen. Volkswagen landet mit 125 Indexpunkten knapp vor der BMW Group auf Rang 2 (119 Punkten) gefolgt vom Daimler-Konzern auf Rang 3 (108 Punkten).

Was die Marken angeht, zeigen sich die Deutschen ähnlich stark: Unter den fünf innovationsstärksten sind drei aus Deutschland. BMW schiebt sich von Platz drei auf eins (110 Indexpunkten), Vorjahressieger Mercedes (98 Punkte) landet auf dem zweiten Platz vor Ford, Toyota und Volkswagen.

Der japanische Hersteller Toyota lässt sich aber den Erfolg in der Kategorie "Alternative Antriebe" nicht nehmen und bleibt hier auch weiter auf Nummer-eins-Kurs. Noch in diesem Jahr sollen ein Kleinwagen sowie ein SUV mit reinem Elektroantrieb auf den Markt kommen.

Volkswagen führt dafür die Liste der innovativsten "Konventionellen Antriebe" an, weil der Konzern hier erhebliche Effiziensteigerungen erarbeitet hat, und ist die Numemr eins in der Kategorie "Fahrzeugkonzepte" mit Studien wie dem "VW Nils". Marken-Sieger BMW bekam in den Kategorien "Sicherheitssysteme" sowie "Vernetztes Fahrzeug" die besten Noten.

"Die Spitzenpositionierungen deutscher Hersteller in sechs der sieben Preiskategorien unterstreichen die technologische Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie", sagt Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automobilindustrie von PwC in Deutschland und Europa. Allerdings sei der Vorsprung insbesondere vor japanischen und koreanischen Autoherstellern teilweise knapp. "Es bleibt daher nicht viel Zeit, die Innovationsführerschaft in Markterfolge umzusetzen", mahnt Kuhnert.

PwC und CAM vergeben den Preis zum ersten Mal gemeinsam. Bewertet wurden sieben Kategorien: neben innovationsstärkste Marke und  Konzern zeichnen die Veranstalter Konventionelle Antriebe, Alternative Antriebe, Sicherheitssysteme, Vernetztes Fahrzeug und Fahrzeugkonzepte aus.

Entscheidungsgrundlage für den Preis ist eine Auswertung der Datenbank des CAM in Bergisch Gladbach, wo sämtliche fahrzeugtechnischen Innovationen von 20 globalen Automobilkonzernen mit 54 Marken erhoben und bewertet werden. Als Innovationen gelten Neuerungen, die einen spürbaren zusätzlichen Kundennutzen bieten. Im Jahr 2011 gingen 955 Neuentwicklungen in die Bewertung ein. Stefan Bratzel kündigte an, 2013 auch Automobilzulieferer in die Analyse aufzunehmen.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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