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Volkswagen wirbt in Sonntagsblättern um Vertrauen

Der kriselnde Autohersteller Volkswagen zeigt in seitengroßen Zeitungsanzeigen Demut. "Wir werden alles tun, um Ihr Vertrauen zurückzugewinnen", heißt es in dem Text, der prominent in mehreren auflagenstarken Sonntagsblättern abgedruckt war. Ein notwendiger Schritt, denn die Lage wird immer ernster.

Text: W&V Redaktion

Der kriselnde Autohersteller Volkswagen zeigt in seitengroßen Zeitungsanzeigen Demut. "Wir werden alles tun, um Ihr Vertrauen zurückzugewinnen", heißt es in dem Text, der prominent in mehreren auflagenstarken Sonntagsblättern abgedruckt war. Auch auf der Homepage www.volkswagen.de waren die Worte zu finden. Es gibt zwei Textvarianten: Auf Facebook schließt der Konzern mit den Worten "Wir werden alles tun, um euer Vertrauen zurückzugewinnen". In Blättern wie der "Süddeutschen" heißt es dagegen: "Wir werden alles tun, um Ihr Vertrauen zurückzugewinnen." Die Anzeige stammt von der Agentur Grabarz & Partner. VW hatte das Motiv am Sonntag und am Montag geschaltet. Das war es allerdings erst einmal: "Mit gleichem Bezug sind darüber hinaus aktuell keine weiteren Kommunikationsmaßnahmen vorgesehen", so ein Sprecher zu W&V Online.

"Eigentlich sollte hier unsere Anzeige zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung stehen", lautete die Überschrift. Darunter betonte VW, geplant sei gewesen, Deutschland zur Einheit zu gratulieren und sich bei Kunden, Mitarbeitern und Handelspartnern zu bedanken. Stattdessen muss der Konzern nun um Vertrauen werben. Ein notwendiger Schritt in der Krisenkommunikation. Denn das Konzern-Image leidet massiv unter dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen, die Aktie ging auf Talfahrt. Experten sprechen von einer existenzbedrohenden Krise und einer sehr ernsten Lage.

Auch in der Sonderausgabe der "Bild"-Zeitung zur Deutschen Einheit ist Volkswagen prominent mit großformatigen Anzeigen vertreten. Die Motive sind die ursprünglich geplanten, denn die Ausgabe wurde Monate vorher geplant. Am Sonntagabend war Volkswagen in der Fernseh-Primetime mit der "Think New"-Kampagne vertreten. Der Autokonzern bewirbt damit jetzt den neuen Passat GTE.

Um Vertrauen zurückzugewinnen, bemüht sich Volkswagen nun um maximale Transparenz. So arbeitet eine Taskforce an der Aufklärung der Abgasaffäre. Dazu gehört auch eine amerikanische Kanzlei, die laut "Spiegel" ihre Arbeit in Wolfsburg bereits aufgenommen hat. In den nächsten Tagen sollen weitere Ermittler nach belastendem Material in Archiven und auf E-Mail-Servern suchen. Schon jetzt zeichnet sich laut "Spiegel" ab, dass die Führungskultur im Konzern entscheidend dazu beigetragen hat, dass es überhaupt zu dem Betrug kommen konnte. (dpa/fs/app)

Das Anzeigenmotiv:

Der Facebook-Post:


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